Karin Haas

| Kandidatin Hamburg
Karin Haas
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Jahrgang
1947
Wohnort
Hamburg
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
Fraktionsvorsitzende DER LINKEN in der Bezirksversammlung Hamburg Nord
Wahlkreis

Wahlkreis 8: Eppendorf-Winterhude

Wahlkreisergebnis: 3,5 %

Liste
Landesliste, Platz 15
Parlament
Hamburg

Hamburg

Bei weiterführenden Schulen soll es in den kommenden Jahren keine grundlegenden Reformen mehr geben.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Die Einführung der Inklusion war eine der grundlegendsten und wichtigsten Reformen der letzten Jahre. Sie ist nur halbherzig erfolgt, weil die Inklusion nur in den Stadtteilschulen stattfindet. Die Gymnasien müssen in die Inklusion einbezogen werden mit dem Ziel "Eine Schule für Alle".
Die Studiengebühren sollen wieder eingeführt werden - das Geld sollen die Hochschulen zusätzlich erhalten.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Es muss eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule geben. Das gebührenfreie Studium ermöglicht auch Jugendlichen aus weniger reichen Familien ein Studium. Die Hochschulen müssen auskömmlich finanziert werden, da sie eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllen sollen.
Hamburg soll im Bundesrat eine Initiative für die Einführung bundesweiter Volksabstimmungen starten.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Die direkte Demokratie ist eine wichtige demokratische Form, um die Vorstellungen und Interessen der Menschen unmittelbar durchzusetzen. Sie hat sich in den Kommunen und Bundesländern bewährt und sollte auch auf Bundesebene ermöglicht werden.
Die sieben Hamburger Bezirke sollen als eigene Städte auftreten und nicht mehr als Einheitsgemeinde.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Als Bezirkspolitikerin vermisse ich eine größere Entscheidungsgewalt der Bezirke, z.B. über Finanzen und öffentliche Immobilien und Flächen. Das heißt aber nicht, dass man die Einheitsgemeinde abschaffen sollte, sondern man sollte ihre Macht in Bezug auf bezirkliche Belange einschränken.
In Hamburg soll die Kita grundsätzlich gebührenfrei sein.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Alle Eltern sollten die Möglichkeit haben, ihre Kinder in die Kita zu geben- unabhängig von ihrem Einkommen. Denn die Kita ist die erste wichtige Bildungseinrichtung und bildet den Grundstein für den weiteren Bildungs- und Lebensweg.
Die Schuldenbremse ist gut für Hamburg.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Die Schuldenbremse ist für Hamburg sehr negativ, da sie Kürzungen in allen wichtigen Bereichen in Hamburg nach sich zieht: Arbeit, Bildung, Gesundheit, Kultur, Infrastruktur. Die Verschlechterungen in diesen Bereichen trifft besonders die Ärmeren und vertieft die soziale Spaltung.
Die Reiterstaffel und das Polizeiorchester sollten aufgelöst werden. Sie kosten zu viel.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Beides kostet zu viel Geld, das woanders dringender gebraucht wird. Bei Demonstrationen werden Pferde eingesetzt, die möglicherweise Menschen verletzen könnten, wenn sie scheuen.
Hamburg sollte viel mehr Flüchtlinge aufnehmen, als bisher.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Hamburg ist eine der reichsten Städte Europas und kann viele Flüchtlinge aufnehmen. 50 Millionen sind weltweit auf der Flucht und Hamburg muss einen Beitrag leisten zur Humanität und Solidarität mit den Menschen, sie aufnehmen und ihnen eine Perspektive geben. 21.000 Flüchtlinge sind nicht viel!
Zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit soll es mehr Videoüberwachung auf Straßen und Plätzen geben.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Ich lehne einen "George Orwell" Staat ab, in dem alle Menschen dauernd überwacht werden. Die ständige Überwachung erzeugt Angst und Hysterie. Überwachungsmethoden sollten nur bei einigermaßen sicheren Verdachtsmomenten im Rahmen von Kriminalität angewendet werden.
Der bezirkliche Ordnungsdienst sollte wieder eingeführt werden.
Position von Karin Haas: Neutral
Der BOD war nützlich bei Großveranstaltungen und Aufdeckung illegaler Müllablagerungen sowie als bürgernaher Service. Als Polizeiersatz ist er abzulehnen.
Gerichte und Staatsanwaltschaften sind zu verstärken, damit die Justiz schneller arbeiten kann.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Recht ist nur durchsetzbar bei zeitnaher Verhandlung und Gerichtsentscheidung. Deshalb muss mehr Personal eingestellt werden.
Der Kulturetat sollte deutlich erhöht werden.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Besonders in die Stadtteilkultur muss investiert werden, um ein breites und verlässliches Angebot zu sichern und die Beschäftigungsverhältnisse der KünstlerInnen und Angestellten zu stabilisieren.
Sozial Benachteiligte sollen den Öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen können.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Der Nulltarif ist längst überfällig. Mobilität sollte für alle möglich sein, unabhängig von ihrem Einkommen. Außerdem muss der Autoverkehr wegen der Luft aus der Stadt verdrängt werden. Der Nulltarif wäre ein Anreiz, nicht mit dem Auto zu fahren oder es sogar abzuschaffen.
Hamburg soll die Olympischen Spiele ausrichten.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Das Geld wird dringend für die Menschen in der Stadt gebraucht, um die Versorgung für alle zu gewährleisten. Die Elbphilarmonie und die 37 Millionen Defizit bei der IGA haben die Stadt schon genügend belastet. Die Sportstadt Hamburg sollte sich mal mehr um die Vereinssportanlagen kümmern!
Für eine bessere Luftqualität und um die Klimaziele zu erreichen, soll eine City-Maut eingeführt werden.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Die Maut ist keine Lösung: Die, die es sich leisten können und modernere Autos haben, können in der Stadt fahren, die anderen müssen draußen bleiben. Das ist unsozial. Runter mit den Fahrpreisen beim ÖPNV, besonders bei Einzel- und Kurzstreckentickets!
Das Busbeschleunigungsprogramm soll gestoppt werden.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Es wurde viel Geld investiert in Straßenbau, aber die Busse sind kaum schneller. Fahrkartenverkauf im Bus behindern den reibungslosen Ablauf (ca. 13 Mill. Fahrscheine pro Jahr).
Statt einer neuen U-Bahnlinie soll eine Stadtbahn gebaut werden.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Der U-Bahnbau ist zu teuer. Für die Trassenführung der Bahn sollte aber die Bevölkerung von Beginn an einbezogen werden und mitbestimmen können.
In der Innenstadt sollte es mehr Parkplätze geben.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Mehr Parkplätze ziehen auch mehr Autos an, sagen die Untersuchungen. Es geht aber darum, dass weniger Autos in der Stadt sind.
Für den Fahrradverkehr soll mehr getan werden, auch wenn das auf Kosten des Autoverkehrs geht.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Fahrräder sind umweltfreundlich und weniger aggressiv im Straßenverkehr. Autos sollten einen Teil ihres Platzes abgeben.Zur Sicherung der FahrradfahrerInnen müssten die Wege breit angelegt sein - auf der Fahrbahn oder neben der Fahrbahn.
Falls die Elbvertiefung gerichtlich gestoppt wird, muss der Hafen als Ausgleich mehr öffentliche Fördergelder erhalten.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Die Elbvertiefung ist wirtschaftlich nicht notwendig und aus Umweltschutzgründen abzulehnen. Eine stärkere Kooperation der Nordseehäfen wäre die Lösung.
Der Hafen soll in der Wirtschaftspolitik stets Vorrang haben.
Position von Karin Haas: Lehne ab
Das ist nur ökonomisch gedacht. Ökologische Belange und gute Arbeitsbedingungen müssen Vorrang haben. Eine Hafenerweiterung darf keine neuen Flächen beanspruchen.
Der Senat sollte stärker in den Wohnungsmarkt eingreifen, um ausreichend preiswerten Wohnraum sicherzustellen.
Position von Karin Haas: Stimme zu
Die SAGA GWG muss verstärkt Wohnungsbau betreiben und dabei von der Stadt unterstützt werden. Öffentliche Flächen müssen vorrangig für sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden und auslaufende Sozialbindungen von der Stadt aufgekauft werden. Bevorzugte Vergabe öff. Flächen nach Erbbaurecht!

Die politischen Ziele von Karin Haas

Karin Haas,  Lehrerin, zwei erwachsene Kinder,
Platz 1 als Direktkandidatin in Eppendorf, Winterhude, Hoheluft-Ost (Wahlkreis 08) und auf Platz 15 der Landesliste
Ich bin aufgewachsen in Hagen und Witten und lebe seit 1969 in Hamburg, seit über 30 Jahren in Winterhude. Seit den 1968er Jahren bin ich politisch aktiv – für eine gerechte Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung.
Meine Vision ist, dass alle in unserer Stadt lebenden Menschen gleiche soziale, kulturelle und politische Möglichkeiten und Rechte haben.
Ich setze mich für eine inklusive Schule für alle Kinder ein und halte nichts von einem Zwei-Klassen-Schulsystem. Die Kinder- und Jugendpolitik liegt mir sehr am Herzen und finanzielle Kürzungen und Qualitätsabsenkungen müssen gestoppt werden. Alle Jugendlichen müssen einen Ausbildungsplatz erhalten. Geld genug ist da, es muss nur anders verteilt werden und z.B. durch konsequenten Steuervollzug für Millionäre in die Staatskassen fließen.
Wie Bildung sind menschenwürdiges Wohnen sowie die Versorgung mit Energie und Wasser Grundrechte, die verfassungsmäßig abgesichert sein müssen. Immer mehr Menschen werden durch Boden- und Wohnungsspekulanten aus ihren Wohnungen und Stadtteilen vertrieben, besonders in den innenstadtnahen „angesagten“ Stadtteilen. „Höher, dichter, teurer!“ ist die Devise der Investoren, unwiederbringliche Zerstörung von gewachsenen Strukturen und Stadtbildern, von Grünflächen und Denkmälern ist die Folge. Dabei werden wasserrechtliche Belange missachtet und bis tief ins Grundwasser gebaut, was bestehende Gebäude gefährdet.
Das muss gestoppt werden zusammen mit den Initiativen in der Stadt.
Bezahlbarer Wohnraum muss erhalten und ausgebaut werden!
Ich bin seit 4 Jahren Abgeordnete in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord und habe einen guten Einblick in die unsoziale Stadtentwicklung- und Wohnungspolitik. 
Ich engagiere mich deshalb in der Initiative „Wir sind Winterhude“, die diese investorenfreundliche Politik gegen die Menschen in den Stadtteilen stoppen will. Diese Initiative ist Teil von „Nordnetz“, einem Zusammenschluss von über 20 Initiativen, hauptsächlich in Hamburg-Nord, gegen die unsoziale Senatspolitik.
Ich kandidiere für die Bürgerschaft, um dort meine politischen Erfahrungen einzubringen und in einem größeren Wirkungsradius umzusetzen.

Migrations- und Flüchtlingspolitik, Bildungspolitik, Kinder- und Jugendpolitik und Kommunalpolitik, vor allem im Bereich Wohnen, sind meine Schwerpunkte.

Alle Fragen in der Übersicht
# Familie 12Feb2015

(...) ich bin sehr besorgt über die Schulpolitische Entwicklung in Hamburg. Aktuell haben wir mal so etwas wie Kontinuität in Hamburg. (...)

Von: Senax Uvyqroenaq

Antwort von Karin Haas
DIE LINKE

(...) Es gibt hervorragende Ganztagsschulen. Wir fordern, dass nicht vier Modelle nebeneinander existieren, sondern eine gebundene Ganztagsschule die Regel wird, gut räumlich und personell ausgestattet, so dass alle Kinder dieses Bildungsangebot nutzen können. Wenn Kitas und Träger der Kinder- und Jugendarbeit dort einbezogen werden, müssen sie auch gut bezahlt werden. (...)

# Familie 11Feb2015

(...) Welche Vor- und/oder Nachteile sehen Sie, wenn das Wahlrecht zu Bürgerschafts- und Bezirkswahlen in Hamburg zugunsten eines ELTERNWAHLRECHTS verändert werden würde? (...)

Von: Ivbyn Tvrgmryg-Syrvfpuunhre

Antwort von Karin Haas
DIE LINKE

(...) Nun zum Elternwahlrecht, das wegen der Überalterung der Bevölkerung gefordert wird und zur geringen Zahl der Familien in Deutschland. Ich bin nicht der Meinung, dass das Wahlrecht durch andere wahrgenommen werden soll, sondern der Grundsatz "Eine Person - eine Stimme" ist mir sehr wichtig. (...)

Warum ist die Busbeschleunigung des Hamburger Senats für sie eine teure unnötige Angelegenenheit?

Von: Hefhyn Jvyuryz

Antwort von Karin Haas
DIE LINKE

(...) In anderen Metropolen, wie z.B. in Berlin, geht das doch auch anders durch Fahrscheinentwerter im Bus und vorherigem Fahrscheinkauf, warum nicht in Hamburg? Das Programm des SPD-Senats kostet die Stadt über 250 Millionen Euro und ist im Wesentlichen ein Straßenumbauprogramm zur Beschleunigung des Autoverkehrs. Das Programm ist nach der erfolgreichen Volksinitiative sofort zu stoppen. (...)

Wie wollen Sie in der Bürgerschaft verhindern, dass der Wohnungsbau weiter nur von Investoren betrieben wird, die hohe Mieten oder Preise dafür verlangen?

Von: Unegzhg Evat

Antwort von Karin Haas
DIE LINKE

(...) Um die enormen Mietsteigerungen zu stoppen, müsste der alte Hamburger Mietenspiegel wieder eingeführt werden, der auch die Bestandsmieten erfasste und als Maßstab für Neuvermietungen galt. Auch ein wirklicher gesetzlicher Mietpreisstopp könnte hier hilfreich sein. (...)

# Umwelt 10Feb2015

(...) der Naturschutzverein Gesellschaft für ökologische Planung (GÖP e.V.) aus Hamburg hat ein Konzept entwickelt, wie ein UNESCO-Biosphärengebiet mitten in Hamburg entstehen könnte: (...)

Von: Znegva Syrvfpuunhre

Antwort von Karin Haas
DIE LINKE

(...) M.a.W.: die Initiative zur Ausweisung eines Biosphärengebietes (oder besser mehrerer) mitten in Hamburg nach den UNESCO-Kriterien und dem entsprechenden Programm (MAB) könnte die EinwohnerInnen dieser Stadt weiter für die Belange einer 'lebenswerten Stadt' sensibilisieren, die direkte Demokratie stärken (denn anders ist es wohl kaum durchzusetzen) und eine Bremse für den weiteren Ausverkauf öffentlichen Grundes sein. (...)

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