Wie stehn sie zu Schließung von Bahnhaltepunkten an der Bahn lüneburg-Dannenberg und Reaktevierung uelzen-Dannenberg im SPnv und lüchow-Salzwedel und Welterbe Wendland
Sehr geehrter Herr E.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Die Wiederinbetriebnahme von stillgelegten Bahnstrecken bzw. die Ertüchtigung ist gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen ein wichtiger Baustein für die Verbesserung einer bedarfsgerechten und nachhaltigen Mobilität. Als Abgeordnete aus dem Wahlkreis Lüneburg Lüchow-Dannenberg liegt mir dieses Thema daher besonders am Herzen.
Für Lüchow-Dannenberg wäre die Einführung des Zwei-Stunden-Takts auf der Bahnstrecke von Dannenberg nach Lüneburg ein wichtiger Schritt. Durch eine schnellere Verbindung sowie häufigere Fahrten auch in den Abendstunden, wäre die Bahn eine echte Alternative zum Auto und würde die Region auch besser an den Fernverkehr anbinden. Eine Bedingung für die kürzere Fahrtzeit zwischen Dannenberg und Lüneburg war die Streichung von drei Haltepunkten auf der Strecke. Darauf haben sich die Gemeinden geeinigt. So bedauerlich der Wegfall der Haltepunkte auch ist, so groß ist der Vorteil durch das dann verbesserte Bahnangebot. Ich hoffe sehr, dass die DB die Planungen weiter vorantreibt und 2029 endlich der Zwei-Stunden-Takt umgesetzt werden kann.
Mit Streckenreaktivierungen lassen sich die Mobilitätsangebote für die Menschen im ländlichen Raum angebotsorientiert ausbauen. Daher begrüße ich das Reaktivierungsprogramm der rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen sehr. Leider erfüllen die von Ihnen genannten Strecken Uelzen-Dannenberg sowie Dannenberg-Lüchow-Salzwedel derzeit noch nicht die erforderlichen wirtschaftlichen Kriterien nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Kriterien wie Klimaschutz, nachhaltige Daseinsvorsorge und die Entwicklung der ländlichen Räume sollten hier stärker gewichtet werden.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen konnte.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Verlinden

