Erklären Sie mir den offenen Widerspruch bei Friedrich Merz: Europäische Autonomie fordern oder Abhängigkeit von den USA beklagen?
Herr Hardt,
Friedrich Merz betont regelmäßig, dass Europa außen- und sicherheitspolitisch eigenständiger werden muss. Gleichzeitig sucht er die bilaterale Nähe zu den USA und kritisierte öffentlich, dass Deutschland von Washington nicht zur Iran-Krise konsultiert wurde – obwohl von Seiten der Union zu diesem Zeitpunkt keine eigenen, substanziellen Beiträge zur Bewältigung der Krise vorlagen.
Hierzu habe ich folgende Fragen:
1 Wie lösen Sie den Widerspruch auf, dass Herr Merz einerseits europäische Autonomie fordert, andererseits aber eine mangelnde Konsultation beklagt, was eine fortwährende politische Abhängigkeit von den USA impliziert?
2 Welchen konkreten Beitrag hat die Unionsfraktion zur Deeskalation der Iran-Krise erarbeitet, der einen Anspruch auf eine Konsultation durch die US-Regierung rechtfertigen würde?

