Eine Statistik von 2022 zeigt, dass fasst 2 Mio. Wohnungen in DE leerstehen. Möchte die Regierung diese Lücke nutzen um das Wohnraumproblem schneller zu lösen?
Sehr geehrte Frau R.,
der in Statistiken ausgewiesene Wohnungsleerstand ist bekannt, sagt aber allein noch wenig über tatsächlich und kurzfristig nutzbaren Wohnraum aus. Ein erheblicher Teil der leerstehenden Wohnungen befindet sich in Regionen mit geringer Nachfrage, ist sanierungsbedürftig oder aus rechtlichen Gründen nicht sofort beziehbar.
Genau hier setzen wir an: Mit dem Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung haben wir die rechtlichen Möglichkeiten für die Aktivierung von bestehendem Wohnraum deutlich erweitert. Dazu gehören unter anderem erleichterte Umnutzungen, schnellere Genehmigungsverfahren, stärkere kommunale Eingriffsrechte bei Leerstand sowie Instrumente zur Sicherung von Wohnraum in angespannten Märkten.
Ergänzend unterstützt der Bund Länder und Kommunen durch gezielte Förderprogramme für Sanierung, Modernisierung und Reaktivierung leerstehender Wohnungen. Aber auch der beschleunigte Neubau – insbesondere in Ballungsräumen – bleibt ein zentraler Bestandteil der Wohnungsbaupolitik.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Hardt

