Joachim Hohloch
FREIE WÄHLER

Frage an Joachim Hohloch von Urvam Rueuneqg bezüglich Gesundheit

21. September 2008 - 21:13

Sehr geehrter Herr Hohloch,

bitte teilen Sie mit, wie Sie Ihren Einfluss zur Erreichung der Ziele (hier: Kurzfassung) in Ihrem möglicherweise künftigen politischen Wirkungsbereich geltend machen wollen - vielen Dank – Der Arbeitskreis Elektrosmog Agenda 21 Würzburg

1. Aufklärungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen - vor allem in Schulen.
2. Aufklärung der Bevölkerung über mögliche Gesundheitsgefährdungen durch kabellose Funktechnologien.
3. Genehmigungspflicht für alle Mobilfunksendeanlagen; keine Anlagen im Umfeld von Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern sowie anderen sensiblen Bereichen.
4. Keine Errichtung und Installation von weiteren Mobilfunksendeanlagen sowie keine Aufrüstung bestehender Einrichtungen, weil das Angebot besonders auf die Käuferschicht der Kinder und Jugendlichen abzielt.
5. Reduzierung und Minimierung der Leistung von Mobilfunksendeanlagen auf das erforderliche Mindestmaß.
6. Entwicklung einer Mensch, Tier und Umwelt schonenden, durch unabhängige Wissenschaftler nachgewiesenen ungefährlichen Elektro- und Mobilfunktechnologie.
7. Neufestsetzung der Grenzwerte nach baubiologischen Richtwerten für den Schlaf - und Arbeitsbereich.
8. Beweislastumkehr
9. Verbot der Betriebsbereitschaft von Mobilfunktelefonen und vergleichbaren Technologien in öffentlichen Verkehrsmitteln, Gebäuden und Veranstaltungsräumen.
10. Meldepflicht der Immobilieneigentümer über Besitz und Betrieb einer funktechnischen Einrichtung.
11. Förderung und Durchsetzung einer Industrie unabhängigen Forschung, deren wissenschaftliche Studien bei der Errichtung, dem Betrieb und der Weiterentwicklung dieser Technologie berücksichtigt werden.
12. Amtliche medizinische, technische, biologische Untersuchungen und Studien bei signifikanten Häufungen von Krankheits- und Todesfällen ggf. Abschaltung der Technologie.
13. Haftung des Betreibers und des Grundstückseigentümers – Nachweis des Versicherungsschutzes.

Frage von Urvam Rueuneqg
Antwort von Joachim Hohloch
22. September 2008 - 15:10
Zeit bis zur Antwort: 17 Stunden 57 Minuten

Sehr geehrter Herr Erhardt,

gestatten Sie mir bitte, dass ich Ihr 13 Punkte umfassendes Fragenpaket nicht im Einzelnen abarbeite, da dies den Rahmen sprengen würde. Desweiteren verfüge ich nicht über Detailwissen aus dem juristischen sowie technischen Bereich, so dass ich Ihnen bei der einen oder anderen Frage in der Kürze der Zeit keine zureichende Antwort geben könnte. Ich benötigte eine entsprechende -unabhängige- Fachberatung.

Grundsätzlich bin ich in Sachen kabellose Funktechnologie / Elektrosmog / Hochspannungsleitungen / Atomkraftwerke eher ein vorsichtiger Mensch und würde gesetzliche Vorgaben zum gesundheitlichen Wohle der Bürgerinnen und Bürger ausrichten. Die Grundversorgung (Strom, Handyerreichbarkeit ...) erfordert jedoch auch bauliche und technische Maßnahmen, die in sich bereits ein bestimmtes Gesundheitsrisiko enthalten können.

Meiner Kenntnis nach werden in unserem Land zwar die Grenzwerte -nach Stand der Technik und Politik- eingehalten. Ob diese Grenzwerte aber so gesetzt sind, dass sie eine Gesundheitsgefährdung ausschließen können, wage ich nachhaltig zu bezweifeln.

Eine Häufung von Erkrankungen bzw. Gesundheitsstörungen in der Nähe von AKW und Hochspannungsleitungen beispielsweise ist durchaus bekannt. Leider habe ich in der Literatur keine wissenschaftlich haltbaren Beweise gefunden, die stabil wären, ein sofortiges Abschalten durchzusetzen.

Aufklärungsarbeit bei Kindern/Jugendlichen/Erwachsenen tut Not und kann auch heute schon betrieben werden! Nur wollen das alle?

Schließlich: die Vielzahl der Handybesitzer und deren Wunsch nach Erreichbarkeit führt beispielsweise auch dazu, dass die verschiedenen Netzbetreiber ihr eigenes Netz möglichst flächendeckend anbieten sollen und wollen, was wiederum den Bau von vielen bzw. leistungsstarken Mobilfunksendeanlagen nach sich zieht.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Hohloch