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Jasmina Hostert
SPD
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Frage von Jonas B. •

Sie haben Schuldenbremse-Reform und Steuererhöhungen als Alternativen zu Elterngeld-Kürzungen genannt. Welche davon halten Sie in der aktuellen Koalition für realistisch durchsetzbar?

Sehr geehrte Frau Hostert,

als familienpolitische Sprecherin Ihrer Fraktion sind Sie für mich die richtige Adressatin. Wir erwarten unser zweites Kind im Januar 2027, also im Reform-Zeitfenster.

Ihre öffentliche Positionierung gegen die Kürzungen (Handelsblatt, Tagesspiegel) ist mir wichtig. Im Koalitionsvertrag 2025 war eine Erhöhung versprochen, Frau Prien sprach im Sommer 2025 (Magazin Eltern) selbst von einem überfälligen Inflationsausgleich.

Eine Absenkung des Höchstbetrags träfe nicht die Spitze: Der Schwellenwert (rund 2.770 € Elterngeld-Netto) entspricht je nach Steuerklasse einem Brutto in Höhe des deutschen Medians (4.350 €, Destatis 2024). Die Väterbeteiligung würde zusätzlich leiden – 2024 bezogen 32 % der Väter den Höchstbetrag, aber nur 12 % der Mütter.

Am 21.5.2026 wurde mit Stimmen der SPD die Luftverkehrsteuer gesenkt: 330-350 Mio €/Jahr, bis 2030 rund 1,5 Mrd € – die Größenordnung der Familien-Sparvorgabe.

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