Halten Sie es für erforderlich, dass das Bundesministerium für Gesundheit den Beschluss zur Absenkung der psychotherapeutischen Vergütung überprüft oder beanstandet?
Sehr geehrte Frau Mihalic,
ich bin niedergelassene Psychotherapeutin und beobachte die aktuellen Entwicklungen mit großer Sorge.
Seit dem 01.04.2026 werden psychotherapeutische Leistungen abgewertet, während gleichzeitig Kosten und organisatorischer Aufwand weiter steigen. Die Vergütung hält damit real nicht mit der Entwicklung Schritt.
In meiner Praxis zeigt sich bereits, dass ich organisatorische Abläufe anpassen muss und Leistungen nicht mehr im bisherigen Umfang aufrechterhalten kann, was mir jedoch während der Pandemie gelungen ist. Auch zusätzliche Aufgaben müssen zunehmend selbst übernommen werden.
Diese Entwicklung betrifft aus meiner Sicht nicht nur einzelne Praxen, sondern zunehmend die Stabilität der ambulanten Versorgung – gerade in einem Bereich mit ohnehin hoher Nachfrage.
Zudem wird die Situation von vielen Kolleginnen und Kollegen als mangelnde Wertschätzung unserer Arbeit erlebt.
Wie bewerten Sie diese Entwicklung und welche Maßnahmen halten Sie für erforderlich?

