Warum wird die Hinzuverdienstgrenze bei der Witwenrente nicht abgeschafft?
Sehr geehrter Herr Heil, wie der umgangssprachliche Name „Witwenrente“ schon sagt, betrifft es vor allem ältere Frauen, die ihre Kinder noch selbst betreut haben, sich um den kranken Mann und dessen alte Eltern gekümmert haben und deshalb oft nur eine geringe eigene Rente erzielen konnten.
Wie soll eine Witwe (z.B. ich!) sich finanziell ein bisschen freischwimmen, wenn nicht einmal Mini-Jobs von der Regelung ausgenommen sind. Wieso dürften mein Mann, wenn er noch leben würde (er starb mit 62 Jahren) und ich unbegrenzt hinzuverdienen, aber als Witwe darf ich das nicht, obwohl es gesellschaftliche Übereinkunft war, dass der Mann durch seine Arbeit für die Frau im Alter mit vorsorgt. Das geschieht ja durch die Hinterbliebenenrente. Aber durch die Hinzuverdienstgrenze wird mein finanzieller Status zementiert, denn je mehr ich arbeite, desto geringer ist mein Lohn aufgrund der Abzüge. Dabei wäre es doch für den Staat eine Win Win Situation, wenn wir Witwen mehr arbeiten dürften. Danke!

