Die GKV Beiträge treiben die Sozialabgaben in die Höhe und damit die Arbeitskosten Standort Dtld. Weshalb lassen Sie zu, dass die Krankheitskosten der Bürgergeldempfänger nur die GKV zu tragen hat?
Sehr geehrter Herr Heil,
die GKV Beiträge zahlt die hart arbeitende Bevölkerung, um die sich die SPD kümmert. Bitte überlassen Sie dieses Thema nicht der AfD. Das Thema Bürgergeld ist ein Thema der gesamten Bevölkerung, ein Thema des Sozialstaats, nicht nur der GKV-Beitragszahler. Das muss die SPD doch umtreiben, wer die Krankheitskosten zahlt. Das ist nicht nur "rechte Tasche linke Tasche", wenn das der Steuerzahler trägt. Das ist Gerechtigkeit im Sozialstaat und für den Wirtschaftsstandort Deutschland essentiell.
Ich erwarte Ihr Engagement in dieser Sache zugunsten der Arbeitnehmer, die die GKV Beiträge neben den Arbeitgebern zahlen.
Sehr geehrte Frau Z.,
ich stimme Ihnen zu, dass die Finanzierung der Krankenkassenbeiträge für die Bürgergeldempfängerinnen und -empfänger aus steuerlichen Mitteln finanziert werden sollten. Unser Sozialsystem basiert auf dem Solidaritätsprinzip, bei dem alle Mitglieder der Gemeinschaft füreinander einstehen. Solange die GKV die Kosten trägt, entziehen sich Teile der Solidargemeinschaft dieser Pflicht.
Der Bund sollte kostendeckende Beiträge für Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld beziehungsweise der Grundsicherung übernehmen. Es ist eine staatliche Aufgabe, die medizinische Versorgung von Menschen am Existenzminimum im Krankheitsfall abzusichern. Diese Last sollten die Beitragszahler in der GKV nicht allein tragen.
Sie können sich mit Ihrem Anliegen ebenfalls direkt an die zuständigen Bundesministerien wenden. Sowohl das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) als auch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) stehen Ihnen mit Ihrer Expertise zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Hubertus Heil

