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Hans-Ulrich Rülke
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Frage von Krischan M. •

Werden Sie für schnelle und unkomplizierte Verbesserungen im SPNV Landesmittel für die D-Ticket Freigabe im IC Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart-Nürnberg bewilligen?

Die Regionalzüge RE1 Stuttgart-Pforzheim-Karlsruhe und RE90 Stuttgart-Nürnberg sind oft brechend voll, so dass oft nicht mal eine Fahrradmitnahme möglich ist. Es gibt beim RE1 nur einen 2h+1h Takt, so fehlt ein weiterer 2h Takt um auf ein Halbstundentakt zu kommen, dafür fährt in den Lücken normalerweise der IC Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart-Nünberg(-Leipzig), dieser ist sehr viel teurer und deshalb meistens gering bis mittelmäßig ausgelastet. Es sind mehr und größere Züge geplant und bestellt, bis zum neuen Fahrplan und Verfügbarkeit der Fahrzeuge dauert es wohl noch ein paar Jahre. Am schnellsten und einfachsten ist die Freigabe der IC-Züge auf der Strecke, das kostet nicht wenig, könnte aber vom Land und DB-Fernverkehr sofort ermöglicht werden um den RE1 und RE90 zu entlasten und einen Halbstundentakt für alle sofort anzubieten. Die Anzahl an D-Ticket Abonnent_innen/Fahrgästen ist weiter gestiegen. Werden Sie sich dafür einsetzen?

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Antwort von FDP

Sehr geehrter Herr M.

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Die Probleme des RE1 kenne ich als Pforzheimer Bürger gut. Alle hoffen auf eine pünktliche Beendigung der Baustellen und der damit einhergehenden Beeinträchtigungen.

Der regionale Schienenverkehr des Landes ist ein erhebliches Zuschussgeschäft, in das bereits jetzt jährlich mehr als 1,2 Milliarden Euro an Regionalisierungsmitteln fließen. Wie Sie richtig feststellen, würde eine Freigabe der Nutzung von IC-Zügen eine Ausgleichszahlung an die Deutsche Bahn AG auslösen, die den Fernverkehr als so genannte eigenwirtschaftliche Verkehrsleistung erbringt. Je höher der „Leidensdruck“ ist, umso höher dürften die Begehrlichkeiten der DB AG sein. Es ist gerade Sinn und Zweck des Fernverkehrs, größere Distanzen bequem und attraktiv anzubinden. Ihren Vorschlag müsste man gemeinsam über das Verkehrsministerium mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg prüfen. Zu bedenken ist stets, dass an der einen Stelle zusätzlich eingesetzte Mittel an anderer Stelle wieder eingespart werden müssten. Wenn Sie es wünschen, wende ich mich gerne mittels eines entsprechenden Schreibens an das Verkehrsministerium.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Ulrich Rülke 

 

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