Fragen und Antworten

Über Hannes Lincke

Ausgeübte Tätigkeit
Chemiker im Vertrieb
Berufliche Qualifikation
Dipl. Chemiker
Geburtsjahr
1980

Hannes Lincke schreibt über sich selbst:

Portrait von Hannes Lincke

Ich bin verheiratet und lebe mit meiner Frau und unserem 4-jährigen Sohn in Hamburg-Bahrenfeld.
1980 kam ich in Bremerhaven zur Welt und wuchs daraufhin im Landkreis Stade auf, wo ich 2000 das Abitur ablegte. Nach dem Grundwehrdienst ging ich zum Studium der Chemie nach Münster in Westfalen, welches ich 2009 mit meiner Promotionsarbeit abschloss.
Danach zog es mich ins Ausland und so verbrachte ich die anschließenden 2 Jahre in der Ukraine und in Russland. In Kiew arbeitete ich als Lehrer an der deutschen Auslandsschule und in Moskau forschte ich an der Universität an neuen Materialien für Lithium-Ionen-Batterien.
Nach meiner Rückkehr trat ich eine Stelle als Laborleiter in der Nähe von Köln an, wo ich neue Bindemittel für die Gießerei-Industrie entwickelte. Ich entschied mich daraufhin, von der Forschung in den Vertrieb zu wechseln, zunächst für einen Hersteller von Nano-Materialien.
2016 ging ich zurück nach Hamburg, wo ich für ein Distributionsunternehmen im Vertrieb von chemischen Rohstoffen für die Farben- und Lackindustrie tätig bin.
Seit meiner Jugend habe ich mich ehrenamtlich engagiert: während meiner Schulzeit bei den Pfadfindern, im Studium bei der Laufgruppe des Hochschulsports und in Köln im Vorstand eines Rhetorik-Vereins (Toastmasters). In die ÖDP bin ich Anfang 2019 eingetreten, wo ich als Schatzmeister Mitglied im Landesvorstand bin.
Persönlichen Ausgleich finde ich beim Yoga und in der gemeinsamen Zeit mit meiner Familie.

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Kandidaturen und Mandate

Kandidat Hamburg Wahl 2020

Angetreten für: ÖDP
Wahlkreis: Altona
Wahlkreis:
Altona
Erhaltene Personenstimmen:
918
Wahlliste:
Landesliste
Listenposition:
3

Politische Ziele

Mein Entschluss, mich politisch zu engagieren, entwickelte sich aus dem Unmut, mit dem ich die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Änderungen in Deutschland und der Welt verfolge. In der Arbeitswelt beobachten wir eine zunehmende Arbeitsverdichtung und einen steigenden Wettbewerbsdruck. Übergriffe auf Rettungskräfte, Polizisten oder Politiker werden immer häufiger, für mich alles Anzeichen dafür, dass unsere Gesellschaft aggressiver wird. Die größten Sorgen bereitet mir die zunehmende Umweltzerstörung und der rasant fortschreitende Klimawandel. Der Sommer 2018 war viel zu trocken, noch immer haben sich unsere Wälder und Straßenbäume nicht davon erholt und im vergangenen Jahr hatten wir in Deutschland Temperaturen von über 40°C, wie ich sie bislang nur von Mittelmeer-Ländern kannte. Weniger ist mehr Die Hauptursache für diese Fehlentwicklungen ist aus meiner Sicht das Wachstums-Credo, an dem die Politik unbeirrt festhält. Diesem halten wir von der ÖDP ein „Weniger ist mehr“ entgegen. Auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen können unser Lebensstandard und damit unsere Ansprüche nicht ständig steigen. „Weniger ist mehr“ bedeutet mehr Lebensqualität durch die Dinge, auf die es wirklich ankommt: eine intakte Natur und intakte Beziehungen. Für eine glaubwürdige Umweltpolitik Zentrale Umweltthemen wie ein Stopp der Elbvertiefung oder der Erhalt von Naturräumen wie der Vollhöfner Wald dürfen nicht für die Interessen einiger weniger wirtschaftlicher Akteure aufgegeben werden. An der ÖDP überzeugt mich, dass sie nicht nur von Umweltpolitik redet, sondern auch handelt. Ein Beispiel ist hier das erfolgreiche Artenschutz-Volksbegehren in Bayern aus dem Jahre 2019.   Für Hamburg übersetzen sich meine politischen Vorstellungen in die folgenden Forderungen: Klimawandel wirklich ernst nehmen
  • Hamburg soll bis 2030 CO2-neutral werden
  • Einsatz im Bundesrat für den Stopp klimaschädlicher Subventionen und für eine wirkungsvolle CO2-Steuer von 80 Euro/t CO2
  • Eine stadtweite dezentrale Versorgung mit erneuerbarer Energie
  • Strom aus erneuerbaren Energien in andere Energien umformen (Power Power-to -x)
Naturschutz und Naherholung
  • Flächenfraß stoppen und Naturräume erhalten (Vollhöfner Wald z.B.)
  • Rückbau von versiegelten Flächen (Industriebrachen, öffentliche Parkplätze)       
            Für Altona:
  • Verhinderung Verlängerung Holstenkamp zu einer weiteren Hauptstraße; Durchfahrt nur für Taxis, Fahrräder und Busse
  • Erhalt und Pflege des Bahrenfelder Sees und vergleichbarer kleiner Gewässer. Bessere Pflege und öffentliche Zugänglichkeit des Elbstrandes, besonders im Bereich Altona.
  • Erhalt des Altonaer Volksparks als Naherholungsgebiet in seiner jetzigen Form. Keine weitere Bebauung.
Verkehr
  • Neuordnung der Straßenprofile zugunsten von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr
  • Massiver Umbau des Radwegenetzes nach Kopenhagener Vorbild.
  • Verdichtung der Takte des Regionalbahnangebotes auf 30 min
  • 365 EUR ÖPNV-Ticket für alle
  • Planung autoarmer Stadtviertel mit flächendeckender Parkraumbewirtschaftung
  • Anstieg des Fuß- und Radverkehrs auf 50 Prozent aller Verkehrsteilnehmer.
           Für Altona:
  • Schaffung einer zusätzlichen Buslinie in direkter Verbindung von S-Iserbrook zur S-Holstenstraße, ggf. Weiterführung zur U-St. Pauli.
  • Erhalt des Fern- und Regionalbahnhofs Altona, keine Verlegung an den Standort Diebsteich.
Wirtschaft zum Wohle aller
  • Elbvertiefung stoppen, Dove Elbe erhalten
  • Entwicklung einer ökologisch verträglichen Gesamtstrategie norddeutsche Häfen
  • Hamburg muss Gemeinwohlstadt werden
  • Ressourcenschonung als Leitprinzip (“Zero-Waste-Politik“, “Unverpackt-Läden” stärken)
  • Krankenhäuser zurück in öffentliche Hand
  • Mindestentgelte für Selbstständige und Ausbeutung Scheinselbstständiger stoppen
  • Moratorium für 5G-Mobilfunknetz bis zum Vorliegen verlässlicher Risikoanalysen.
Sauberer Hafen
  • Mehr Landstromanlagen für Schiffe
  • Sanktionierung von Schweröleinsatz
  • Förderung alternativer Antriebstechniken
  • Ausrüstung von Dieselmotoren mit Filtern
Wohnen und Bauen
  • Zielbild der Stadt der kurzen Wege: Gemischte und lebenswerte Quartiere schaffen
  • Wirksame und nachhaltige Mietpreisbremse
  • Begrenzung der Stadtverdichtung
  • Wohnraum schaffen und Lärmschutz durch Verlagerung des Flughafens
  • Vorkaufsrecht für kleinteilige Genossenschaftsprojekte besonders bei Mehrgenerationenhäusern
  • Für eine menschliche Architektur: Stoppt das Bauen von monotonen Wohnklötzen! Kleinteilige Parzellierung, Auflockerung der Fassade durch gestalterische Elemente, Giebel- statt Flachdach, Schaffung von Plätzen mit urbanem Flair
Soziales Miteinander und Demokratie
  • verbindliche Bürgerentscheide
  • Abschaffung der Prozent-Hürden bei allen Wahlen
  • Förderung eines attraktiven Gesellschaftsdienstes für alle Jugendlichen
  • Kein Profitstreben bei Kinderversorgung und Altenpflege, mehr staatliche Mittel
Landwirtschaft und Tierschutz
  • breitere Absatzmärkte regional erzeugter Bioprodukte (in allen öffentlichen Kantinen, Stärkung von Wochenmärkten)
  • Förderung von Modellprojekten stadtnaher ökologischer Landwirtschaft.
  • Lehrstuhl für tierversuchsfreie Forschung
  • Förderung und ökologische Weiterentwicklung von Kleingärten als Lebensraum zahlreicher Arten