Dr. Günter Krings
CDU
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Frage von Zbavxn Oerhre an Dr. Günter Krings bezüglich Verbraucherschutz

# Verbraucherschutz 10. Nov. 2012 - 15:20

Sehr geehrter Herr Dr. Krings,

ich weiß nicht, ob ich bei Ihnen an der "richtigen Adresse" bin. Wenn nicht, bitte entsprechend weiterleiten.

Ich erhielt von der NEW eine Mitteilung über die Preisanpassung für Strom, die natürlich nur wieder von den "normalen" Verbrauchern zu tragen ist. In einem RP Artikel vom 10.11.2012 unter der Rubrik "Wirtschaft B3" findet sich u.a. die Mitteilung, dass der Nettostrom-Export auf ein Rekordhoch lt. Bundesverband Energiewirtschaft geschnellt ist und ein Teil des Stromes sogar kostenlos ins Ausland geleitet wird.

Von diesem kostenlosen Strom hätten sicherlich viele "normale" Verbraucher auch gerne ihren Anteil. Die Energiekosten, und zu diesen zähle ich auch die Spritkosten, um meine Arbeitsstelle zu erreichen, schnüren allmählich "Otto-Normalverbraucher" die Luft ab.

Warum steigen die Energiepreise für den normalen Verbraucher, wenn doch so viel Energie vorhanden ist, dass sie exportiert bzw. sie sogar kostenlos abgegeben werden kann?

Mit freundlichen Grüßen
Monika Breuer

Von: Zbavxn Oerhre

Antwort von Günter Krings (CDU) 12. Dez. 2012 - 15:10
Dauer bis zur Antwort: 1 Monat 1 Tag

Sehr geehrte Frau Breuer,

vielen Dank für Ihre Nachfrage zum Thema Energiepreise. Sie können sich für solche Fragen natürlich auch gerne direkt an mein Büro wenden.

Die Regierungskoalition hat mit der Energiewende ein ehrgeiziges Ziel. Wir wollen den Ausbau der Netze und Speicher zügig vorantreiben um schon bald auch zu wind- und sonnenschwache Zeiten eine flächendeckende Versorgung aus erneuerbaren Energien sichern zu können.

Um bei Stromexportüberschüssen nicht mehr auf den Verkauf ans Ausland angewiesen zu sein, müssen wir an den Stellschrauben der Energiewende arbeiten und Netzausbau sowie Speichertechnologien vorantreiben. Dazu sind kurzfristige Preiserhöhungen wie eine Erhöhung der EEG-Umlage und Abgaben wie der Kraft-Wärmekopplungs-Abgabe oder der Offshore-Abgabe unumgänglich. Langfristig wird sich dies aber durch sinkende Preise und ein besseres Klima auszahlen. Eine etwaige kostenlose Weiterleitung beim Nettostrom-Export ins Ausland betrifft nur den rein physischen Stromfluss.

Mit teilweise deutlichen Preiserhöhung einiger Stromanbieterhat dies jedoch nichts zu tun. Darauf hat die christlich-liberale Regierungskoalition im Sinne der Verbraucherinteressen reagiert: Wir haben im Bundestag Anfang November 2012 die Einführung einer Markttransparenzstelle beschlossen um die Preisbildung für Strom und Gas auf den Großmärkten zu beobachten und Wettbewerbsverstöße rasch zu ermitteln und zu ahnden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günter Krings