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Gudrun Lukin
DIE LINKE

Frage an Gudrun Lukin von Whyvnar Znaa bezüglich Arbeit und Beschäftigung

21. August 2009 - 18:21

Wie wollen Sie die Arbeitslosenzahlen im Osten senken?

Frage von Whyvnar Znaa
Antwort von Gudrun Lukin
24. August 2009 - 18:05
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 23 Stunden

Sehr geehrte Frau Mann,

vielen Dank für Ihre Anfrage, Sie haben eines der gravierensten gegenwärtigen Probleme angesprochen. Wie Sie sicher wissen, lehnt die LINKE die HartzIV -Gesetzgebung ab und fordert einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Diese Forderungen, die auf Bundesebene umgesetzt werden müssen, wollen wir in Thüringen durch eine Reihe von Bundesratsinitiativen unterstützen, z.B. für existenzsichernde Mindestelöhne, für die Überarbeitung von Förderrichtlinien, für die Stärkung der Mitwirkungsrechte von ArbeitnehmenrInnen. u.a.

Unser Ziel in Thüringen ist es, ein Thüringer Landesarbeitsmarktprogramm und ein öffentlich gefördertes "Thüringer Zukunftsinvestitionsprogramm" zu entwickeln und dieses mit einer gezielten Förderpolitik besonders der Zukunftsbranchen sowie Modellprojekten für Arbeitsmarktförderung zu verbinden. So haben wir in z.B. in Jena bereits eine Reihe von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsmöglichkeiten durch Kofinanzierung der Stadt geschaffen.
Durch verstärkte Investitionen werden besonders in den Forschungs- und Technologiezentren neue Arbeitsplätze entstehen. Potentiale bietet auch der Bereich Klimaschutz/Energie.
Ein Schwerpunkt wird weiterhin die Bildungslandschaft in Thüringen sein. So fehlen in den Kitas heute bereits rund 2000 Erzieherinnen sowie eine beträchtliche Zahl an Lehrern, müssen mehr Sozialarbeiter an Schulen zum Einsatz kommen. Hier werden wir einfach diese Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen müssen. Ein weiterer Punkt ist der öffentlich zu fördernde Ausbau von Dienstleistungen in den Bereichen Pflege und der öffentlichen Daseinsvorsorge überhaupt. Auch durch den gezielten Ausbau des Tourismus, besonders des Städte- und Kulturtourismus, die Förderung des einheimischen Handwerks können langfristig weitere Möglichkeiten für zukünftige Arbeitsplätze geschaffen werden.
Dabei wollen wir besonderes Augenwerk auf die Verbesserung der Chancen von Frauen und Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt richten.

Mit freundlichem Gruß
Gudrun Lukin