Sehr geehrte Fr. Brantner, wie stehen Sie zu den Honorarkürzungen für Psychotherapie und geplanten weiteren Sparmaßnahmen, die die Teilhabe psychisch Kranker gefährden und Folgekosten erhöhen?
Sehr geehrter Herr Z.,
danke für Ihre Frage.
Ich setze mich dafür ein, dass psychotherapeutische Leistungen angemessen vergütet werden. Vor diesem Hintergrund ist es aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar, dass die Vergütung in diesem Bereich um 4,5 % abgesenkt wurde.
Eine solche pauschale Kürzung sendet das falsche Signal und birgt die Gefahr, die ohnehin angespannte Versorgung weiter zu verschärfen. Wenn Praxen wirtschaftlich unter Druck geraten, kann das auch negative Auswirkungen auf den Zugang für gesetzlich Versicherte haben.
Wir haben den Prozess aufmerksam begleitet und setzen uns dafür ein, dass hier nachgesteuert wird. Entscheidend ist, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass psychotherapeutische Arbeit verlässlich und angemessen finanziert ist. Dazu gehört aus meiner Sicht auch, die Grundlagen für eine faire Vergütung klar und verbindlich auszugestalten. Weil uns das Thema so wichtig ist, haben wir entsprechend einen Antrag in den Bundestag eingebracht: https://dserver.bundestag.de/btd/21/049/2104954.pdf.
Mit freundlichen Grüßen
Franziska Brantner

