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Falko Mohrs
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Frage an Falko Mohrs von Josefine S. bezüglich digitale Infrastruktur

Guten Tag Herr Mohrs,
ich wollte nachfragen bis wann Wolfsburg, inklusive ihrer Schulen, komplett mit dem Glasfaserkabel angeschlossen wird?
MfG. J. S.

Frage von Josefine S. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 10 Monate 1 Woche

Guten Tag Frau Siemann,

die Glasfasertechnologie ist die Technologie der Zukunft, wenn es um den Aufbau einer schnellen, stabilen und leistungsfähigen Breitband- und IT-Infrastruktur geht. Um für ganz Wolfsburg die Anbindung an ein flächendeckendes schnelles Internet zu gewährleisten, wird seit einigen Jahren mit Hochdruck die Verlegung von Glasfaserkabeln im gesamten Stadtgebiet vorangetrieben. Wichtig ist dabei vor allem, dass das Glasfasernetz nicht nur in den Straßen verlegt und aufgebaut wird, sondern von den Verteilungspunkten zu den einzelnen Gebäuden und Haushalten geführt wird. Maßgeblich für den Ausbau des Glasfasernetzes ist daher das so genannte "Fibre-to-the-building" (FTTB) bzw. "Fibre-to the-home" (FTTH).

Für den Aufbau des stadtweiten Glasfasernetzes wurde das Stadtgebiet in 42 Teilbereiche, so genannte Cluster, unterteilt, die abschnittsweise nach und nach erschlossen werden. In Wolfsburg sorgen dafür in Zusammenarbeit die Stadtwerke Wolfsburg AG, die WOBCOM GmbH, die Deutsche Glasfaser und ein Förderprogramm des Bundes. Bereits 70 Prozent der Wolfsburger Haushalte sind mit Glasfasertechnik angeschlossen. Im deutschlandweiten Vergleich der Breitbandverfügbarkeit leitungsgebundener Technologien (14,5 Prozent FTTB/H) liegt unsere Region damit sehr weit vorne (vgl.: BMVI Aktuelle Breitbandverfügbarkeit in Deutschland 2020, S. 7).

Bis zum Jahr 2023 soll der Ausbau aller verbleibenden Cluster in allen Stadt- und Ortsteilen begonnen worden sein. Die noch verbleibenden 30 Prozent bis zur vollständigen Anbindung Wolfsburgs an das Glasfasernetz werden in den kommenden Jahren also sukzessive angegangen.

Die Grundlage für die Festlegung der Cluster sowie die Abfolge beim Ausbau bilden Kennzahlen wie die Bevölkerungsdichte und der Grad der bisherigen Versorgung mit hohen Bandbreiten sowie mögliche Synergieeffekte aus anstehenden Infrastrukturprojekten wie dem Straßenbau.
Für Schulen und andere öffentliche Einrichtungen wurden keine extra Cluster gebildet.

Bevor mit dem Ausbau eines Clusters begonnen wird, haben alle Anwohnerinnen und Anwohner in den Ausbauclustern während einer Vorvermarktungsphase die Möglichkeit, das Angebot eines kostenlosen FFTH-Anschlusses in Anspruch zu nehmen, vorausgesetzt sie schließen einen Glasfasertarif bei der WOBCOM GmbH ab. Auch nach dem Baustart besteht für Haushalte die Möglichkeit, sich an das Glasfasernetz anschließen zu lassen. Grundsätzlich wird in der Straße jeder Anschluss vorbereitet, um einen Anschluss auch zu einem spätesten Zeitpunkt kostenpflichtig durchführen zu können.

Aktuell werden die Stadtteile Vorsfelde/Nord und Steimker Berg ausgebaut. Bis zum 31. August 2021 läuft die Vorvermarktungsphase in den Stadtteilen Neuhaus (hier wurde bereits die erforderliche Mindestquote von 40 % erreicht), Klieversberg, Sandkamp und Reislingen Süd/West und Windberg. Am Hageberg musste der geplante Ausbaustart zum 1. Juli 2021 verschoben werden, da sich trotz Fristverlängerung noch nicht ausreichend Anwohnerinnen und Anwohner für einen Glasfaseranschluss entschieden haben.

Folgende Stadtteile sind bereits komplett ausgebaut: Tiergartenbreite, Laagberg, Westhagen, Eichelkamp, Schillerteich, Hesslingen, Wohltberg, Teichbreite, Hellwinkel, Rothenfelde, Detmerode, Kreuzheide, Köhlerberg, Almke, Neindorf, Ilkerbruch.
In den drei Stadtteilen Almke, in Teilen von Neindorf und im Ilkerbruch hat die Stadt selbst im Rahmen der Breitbandförderung des BMVI eine eigene Infrastruktur ausgebaut.

Mit freundlichen Grüßen

Falko Mohrs

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