Dr. Volker Redder

| Kandidat Bremen
Dr. Volker Redder
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Jahrgang
1959
Wohnort
Bremen
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Biologe, Dipl.-Informatiker, Dr.-Ing.
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsf. Gesellschafter
Wahlbereich

Wahlbereich 1: Bremen

List
Wahlbereich Bremen, Platz 6
Parlament
Bremen

Bremen

Die Bremer Innenstadt soll autofrei werden.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Lehne ab
Die ist ja schon weitestgehend autofrei. Die Fußgängerzone könnte über ÖPNV-Ausbau und ausreichend PKW-Parkplätze am Innenstadt-Ring (außerhalb Wall und Weser) oder an ÖPNV-Knoten außerhalb der City erweitert werden, aber eben nicht zu Lasten der 200.000 Pendler, die hier arbeiten.
Schulnoten soll es künftig ab Klasse 3 geben.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Noten sind diskriminierungsfrei. Gerade Eltern mit Migrationshintergrund verstehen die positiv formulierten Textbausteine in den Zeugnissen nicht und fallen aus allen Wolken, wenn sie erfahren, wie schlecht ihr Kind in der Schule ist. Außerdem fördern Noten den internen Wettbewerb.
Der Besitz und Konsum von Cannabis soll legalisiert werden.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Drei gute Gründe: Austrocknung der Einnahmen für kriminelle Drogen-Clans; steuerliche Einnahmen durch den Verkauf von Cannabis an staatlich lizensierten Stellen; Reduzierung des THC-Gehalts auf das Normalniveau, um Psychosen zu verhindern.
Mit überschüssigen Steuereinnahmen soll das Land Bremen vorrangig Schulden zurückzahlen.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Lehne ab
Die Zinsbelastung für die Schulden Bremens wird durch Auslaufen und Neuabschlüssen von Kreditverträgen ständig günstiger durch die Niedrigzinspolitik der EZB. Und wir haben in Bremen einen Sanierungsstau in Milliardenhöhen. Tilgen können wir erst wieder, wenn Schulen, Verkehr und Häfen saniert sind.
Sanktionen für Empfänger von Hartz IV sollen grundsätzlich beibehalten werden.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Das Jobcenter verlangt von Arbeitssuchenden nichts anderes, als Arbeitgeber von Arbeitnehmern. Deshalb muss es auch möglich sein, dass Sanktionen verhängt werden, wenn zumutbare Arbeit nicht aufgenommen wird. Untersuchungen zeigen, dass das Instrument gerade bei jungen Arbeitssuchenden wirkt.
Städtische Wohnungsbaugesellschaften wie die GEWOBA sollen deutlich mehr Wohnungen bauen.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Jede neue Wohnung hat Einfluss auf die Höhe von Mieten. Bremen hat dank der Gewoba relativ niedrige Mietkosten. Außerdem sind kommunale Wohnungsbaugesellschaften langfristig auch immer eine gute Einnahmequelle für den Haushalt.
Abgelehnte Asylbewerber*innen sollen konsequent in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Sofern der Rechtsweg ausgeschöpft ist, müssen abgelehnte Asylbewerberinnen und -bewerber konsequent zurückgeführt werden. Dafür brauchen wir mehr Rückführungsabkommen mit Drittstaaten und eine bessere europäische Koordination. Zusätzlich brauchen wir ein modernes Einwanderungsgesetz.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Lobbyist*innen und der Politik veröffentlicht werden.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Neutral
Wenn sich der Lobby-Begriff auch auf NGOs, Kirchen, Gewerkschaften etc. bezieht, dann auf jeden Fall. Wenn es nur um Industrie- und Wirtschaftslobbyismus gehen soll, ist das doch sehr einseitig und biased und abzulehnen.
Alle Schulen in Bremen sollen eine Ganztagsbetreuung anbieten.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Das ist gerade für Eltern, die beide berufstätig sind, sehr wichtig. Es geht da aber auch um Verlässlichkeit dieser Betreuung. Da gibt es noch viel Potenzial, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.
Es sollen mehr Polizeibeamt*innen in den Straßen präsent sein.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Wir wollen die Zielzahl bei der Polizei auf 2.900 in Bremen und 540 in Bremerhaven erhöhen. Dann können auch wieder mehr Polizeibeamtinnen und -beamte auf Bremens und Bremerhavens Straßen präsent und ansprechbar sein.
An der Vertiefung der Weser soll langfristig festgehalten werden.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Wir Freien Demokraten stehen zur Weservertiefung. Sie ist für die Hafenstandorte Bremen und Bremerhaven von besonderer Bedeutung. Daher setzen wir auf die Weservertiefung. Die erforderlichen Eingriffe in die Natur sind selbstverständlich auszugleichen.
Es sollen verstärkt Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Wir wollen qualifizierte Pflegekräfte mit entsprechenden Deutschkenntnissen aus dem Ausland anwerben. Das kann als Maßnahme mit dazu beitragen, den Pflegekräftemangel in den Griff zu bekommen. Dafür wollen wir auch, dass ausländische Pflegekräfte in der Zeitarbeit arbeiten dürfen.
Für Landesbeschäftigte in Bremen soll ein Mindestlohn gelten, der deutlich höher ist als der bundesweite.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Lehne ab
Ein bundesweiter Mindestlohn reicht als Regelung aus. Wir wollen, dass der Landesmindestlohn abgeschafft wird. Die Politik ist nicht der bessere Unternehmer und sollte daher keine Löhne festsetzen. Dafür gibt es die Tarifpartner.
Radwege sollen verstärkt ausgebaut werden, auch wenn dafür Parkplätze weichen müssen.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Lehne ab
Wir wollen die maroden Radwege sanieren und modernisieren. Moderne Verkehrspolitik funktioniert im Miteinander der unterschiedlichen Verkehrsträger und nicht im Gegeneinander. Wir eine ideologiefreie Verkehrspolitik mit fließendem Verkehr - ohne Staus.
Angesichts der schwierigen Finanzlage darf die Schließung öffentlicher Einrichtungen wie Museen oder Schwimmbäder kein Tabu sein.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Lehne ab
Dazu sehen wir Freie Demokraten auf Grund der besseren Haushaltslage Bremens aktuell keine Veranlassung. Gleichwohl wollen wir die öffentliche Verwaltung effizienter und bürgerfreundlicher gestalten und moderne Konzepte nutzen.
Die Listen der Parteien zur Bürgerschaftswahl müssen sich zu gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammensetzen.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Lehne ab
Eine große Mehrheit der Staats- und Verfassungsrechtler kommt wie wir zu dem Ergebnis, dass ein Paritätsgesetz das Wahlvorschlagsrecht der Parteien einschränkt und somit verfassungsrechtlich höchst bedenklich ist. Daher werden wir ein solches Vorhaben ablehnen.
Die Politik soll gegenüber den Autoherstellern darauf drängen, Dieselfahrzeuge kostenlos nachzurüsten.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Wir wollen eine begrenzte Hardware-Nachrüstung für Euro-5-Dieselfahrzeuge in von Fahrverboten betroffenen Städten. Bei Betrugsfahrzeugen sehen wir die Hersteller in der Pflicht, die Kosten dafür zu übernehmen. Zudem setzen wir auf moderne Mobilität mit E-Autos und Wasserstofffahrzeugen.
Am Bau des Offshore-Terminals (OTB) in Bremerhaven soll festgehalten werden.
Volker Redder 2019
Position von Dr. Volker Redder: Stimme zu
Wenn es genehmigt wird, soll es gebaut werden. Wir gehen allerdings davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss keinen Bestand haben wird. Deshalb fordern wir jetzt mit der Planung eines Schwerlastterminals zu beginnen. Bis dahin wollen wir Kajen sanieren und die Westkaje im Fischereihafen bauen.

Die politischen Ziele von Dr. Volker Redder

Ich bin Bremer, hier zur Schule gegangen, habe an der Universität Biologie und Informatik studiert und meinen Dr.-Ing. in Informatik gemacht; parallel habe ich in den frühen 90ern angefangen, Unternehmen im Bereich IT und Consulting zu gründen, die ich bis heute leite.

Seit 2015 vertrete ich die FDP in der Deputation für "Wirtschaft, Arbeit und Häfen" und bei diesen Gelegenheiten fällt mir regelmäßig die Geringschätzung des Senats bzgl. der ansässigen Wirtschaft auf: Wenn „Wirtschaft“, dann bevorzugt der Senat die großen Konzerne und interessiert sich nur am Rande für den Mittelstand im Lande.

Wir Bremer Liberalen sind die einzigen, die das Potenzial und die Wichtigkeit des Mittelstands – auch als Job-Motor - erkannt haben und entsprechend wertschätzen: Bremen braucht diesen starken Mittelstand und eine Politik, die überflüssige und verkrustete Bürokratie abbaut, neues Wachstum und neue Arbeitsplätze möglich macht. 

Bremen braucht eine Gründer- und Unternehmens-Willkommenskultur.

Meine politischen Ziele finden sich in in aller Kürze in folgenden fünf Bereichen wieder:

1. Bildung - Talente entdecken und fördern, mehr Leistungsorientierung durch Noten ab der 3. Klasse, mehr Gymnasien. 

2. Wirtschaft - Willkommenskultur entwickeln, Start-Ups und Ansiedlungswillige durch vereinfachte Verwaltungsverfahren fördern (Digitalisierung), Wirtschaftswege fließen lassen. 

3. Digitalisierung - Querschnittsthema durch alle Bereiche. Orientierung am estnischen X-Road-Modell. Open Source als Wachstums-Accelerator. 

4. Verkehr - muss ideologiefrei fließen. 

5. Nachhaltigkeit - UN-Nachhaltigkeits-Kriterien gleichwertig behandeln und den Klimawandel managen unter der Prämisse, dass Angst niemals ein guter Ratgeber ist. 

Über Dr. Volker Redder

Geboren wurde ich an einem Sonntag, dem 7. Juni 1959 in Bremen im Josephstift. Ich bin mit meiner älteren Schwester in einem Kaisenhaus (meine beiden Eltern waren Kriegsvertriebene) auf einer Parzelle in Neu-Schwachhausen am Stadtwald groß geworden, habe die Grundschule am Baumschulenweg besucht (aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge wurde damals provisorisch in Baucontainern unterrichtet), bin mit sieben Jahren in den Knabenchor Unser Lieben Frauen eingetreten und habe dort meine Liebe zur klassischen Musik entdeckt.

Ab der 5. Klasse war ich am Hermann-Böse-Gymnasium (damals war das noch ein reines Jungen-Gymnasium mit 40 Schülern pro Klasse - heute unvorstellbar!) und habe dort 1978 das Abitur gemacht.

Dann habe ich 15 Monate Wehrdienst als Sanitätssoldat abgeleistet, danach - mit den Erfahrungen aus dem Wehrdienst - den Kriegsdienst verweigert.

Ab 1979 habe ich dann Biologie an der Uni Bremen studiert und 1986 als Diplom-Biologe, Schwerpunkt Neurobiologie, meinen Abschluss gemacht. Habe dann das Bremer Doktorandenstipendium für eine Promotion in der Neurobiologie erhalten, nach neun Monaten Stipendium bin ich dann aber zur Informatik gewechselt und habe 1990 dieses Zweitstudium als Diplom-Informatiker abgeschlossen.

Von 1990 bis Ende 1999 habe ich als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Bremen gearbeitet und dort Projekte wie "Die InfoThek" und "Bremen.de" initiiert und durchgeführt, dabei zusammen mit Prof. Herbert Kubicek und der "Forschungsgruppe Telekommunikation" diverse Drittmittelprojekte (Gesamtvolumen über 10 Mio) nach Bremen geholt.

Von 1995 bis heute habe ich insgesamt zwölf Firmen(aus)gründungen durchgeführt. Mit der Gründung der i2dm GmbH Anfang 2000 bin ich aus der Uni ausgeschieden und seitdem als Geschäftsführer tätig. Parallel promovierte ich in der Informatik (Thema "Medienergonomie") zum Dr.-Ing. mit "magna cum laude". Im Herbst 2000 habe ich dann zusammen mit Jens Pracht, Andreas Kottisch und Heinz Mura "First Tuesday Bremen" (Netzwerk für Gründer und Investoren) gegründet, aus dem dann ein Jahr später "i2b" wurde (zusammen mit Dirk Schwampe), das nicht nur in Bremen, sondern auch in Bremerhaven und Oldenburg Veranstaltungen durchführte und immer noch sehr aktiv ist.

2006 schied ich aus i2b aus, da ich seitdem im Vorstand der FAMILIENUNTERNEHMER bin und von 2010 bis 2015 dort Bremer Regionalkreisvorsitzender war. Seit 2010 engagiere ich mich als Rotarier.

Seit 1986 bin ich verheiratet. Wir haben zwei inzwischen erwachsene Töchter und leben seit 1992 in Bremen-Huchting am schönen Park Links der Weser.

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