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Dennis Gladiator
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Warum wurden die Bäume in der Serrahnstr. gefällt?

Frage von Renate S. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 21 Stunden

Sehr geehrte Frau S.,

vielen Dank für Ihre Frage. Da die Baumaßnahme am Serrahn von der Bezirksversammlung begleitet wurde und nicht von der Bürgerschaft, habe ich mir den Vorgang noch einmal angeschaut. Auf dieser Grundlage beantworte ich Ihre Frage gerne.

Die Bäume wurden bedauerlicherweise im Rahmen der Neugestaltung der Serrahnstraße gefällt. Eigentlich sollten die Bäume möglichst erhalten werden. Unabhängig von der Neugestaltung wurde jedoch festgestellt, dass die große Wuchshöhe der Platanen für den Standort untypisch sei und Konfliktpotenzial zwischen den Baumkronen und den Nachbargebäuden verursache. Darüber hinaus wirkten sich die Bäume in der Nähe der denkmalgeschützten Kaimauer negativ auf deren Haltbarkeit aus. Dies war wohl der zentrale Grund.
Die Initiative zur Umgestaltung fußt auf dem langjährigen Einsatz der Bergedorfer selbst. Daraus resultierten seit 2013 mehrere Stadtwerkstätten, in denen Bürger ihre Wünsche eingebracht haben. Ziel war die Schaffung einer Serrahnpromenade mit maritimen Hafencharakter und starkem Wasserbezug. Die Bürgerbeteiligung mündete 2018 in einem Wettbewerbsverfahren, an dessen Ende ein Gestaltungsentwurf vom Preisgericht auf dem ersten Platz gekürt wurde. Dieser Gestaltungsentwurf wurde von der Bezirksversammlung als Grundlage für die Anfang 2020 beauftragte Entwurfsplanung festgelegt.
Die Fällung des alten Baumbestandes am Serrahn ist ohne Zweifel bedauerlich. Die Entscheidung haben sich die politischen Vertreter in der Bezirksversammlung und im federführenden Stadtentwicklungsausschuss sicherlich nicht leicht gemacht. Die im Rahmen der Entwurfsplanung angedachte Entfernung der vorhandenen Platanen wurde sehr kritisch betrachtet und es wurde um gutachterliche Überprüfung gebeten, ob die Bäume nicht an ihrem Standort verbleiben können. Diese gutachterliche Prüfung wurde dann im September 2020 mit der Entwurfsplanung vorgestellt und es wurde aus fachlichen, wirtschaftlichen und ästhetischen Gründen eine Neuanpflanzung, insbesondere von der Kaimauer abgerückt, empfohlen. Die Prüfung ergab, dass die Bautätigkeiten im Untergrund den langfristigen Erhalt der Bäume gefährdeten. Ihre große Wuchshöhe sei für den Standort untypisch und stehe im Konflikt zu Nachbargebäuden und der Haltbarkeit der Kaimauer. Vor diesem Hintergrund war eine Abwägung zwischen dem Gesamtkonzept, insbesondere mit dem Erhalt der denkmalgeschützten Kaimauer und des Krans und dem Erhalt des Baumbestands erforderlich. Letztlich fiel die Entscheidung auf Bezirksebene zugunsten der Weiterverfolgung der Entwurfsplanung und einer Neuanpflanzung, weil der Erhalt der Platanen die Standfestigkeit der Kaimauer erheblich gefährdet hätte und zudem ein langfristiger Bestand der Altbäume nicht gewährleistet gewesen wäre.
Falls Sie Interesse an zusätzlichen Informationen haben, kann ich Ihnen gerne die Drucksache aus dem Bezirk zusenden, in der Sie nachlesen können, wie es zu der Entscheidung kam, welche Inhalte sie im Einzelnen umfasst und mit welchen Kosten sie verbunden ist. Ich hoffe, ich habe Ihre Frage damit ausreichend beantwortet und stehe für Nachfragen oder sonstige Fragen jederzeit gerne zurVerfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Dennis Gladiator

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