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Delara Burkhardt
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Frage von Yvonne S. •

Was tut Ihre Fraktion in der EU gegen die sich zuspitzende weltweite Speicherkrise?

Neben der massiven Klimabelastung hat der KI-Wettlauf zu einer beispiellosen Speicherkrise geführt. Dies trifft alle Verbraucher*innen, Behörden und Firmen, die Technologie einsetzen. Der gesamte Alltag und kritische Infrastruktur wird zunehmend digitalisiert. Gleichzeitig werden Computer, Tablets und Smartphones immer teurer.

Die EU muss jetzt Maßnahmen ergreifen, um die Versorgung von Bevölkerung und Unternehmern sicherzustellen und Abhängigkeiten von anderen Staaten zu verringern.

Quelle: https://www.hardware-news.de/speicherkrise-2026-eskaliert-ki-rechenzentren-verschlingen-70-prozent-aller-high-end-chips-preisexplosion-droht/

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau S.,

 vielen Dank für Ihre Frage. Die Speicherkrise ist ein Thema, das uns im Europäischen Parlament intensiv beschäftigt. Genau wie Sie schreiben, wächst die Nachfrage nach Speichern aufgrund neuer speicherintensiver Technologien wie künstlicher Intelligenz und der fortschreitenden Digitalisierung.

 In der Fraktion der europäischen Sozialdemokraten arbeiten wir daran, unsere Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig unsere eigenen Kapazitäten in Europa auszubauen. Dafür brauchen wir mehr Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion von Halbleitern und Speichertechnologien. Der European Chips Act war ein wichtiger erster Schritt, der auf die Engpässe während der Corona-Pandemie reagiert hat. Damit fördern wir beispielsweise Pilotfertigungslinien für moderne Chips, wir setzen auf Kompetenzzentren in allen Mitgliedsstaaten und unterstützen die Start-Up Szene in diesem Feld ganz gezielt.

Angesichts des explodierenden Bedarfs durch Künstliche Intelligenz müssen wir ambitioniert bleiben und den Sektor aufgrund seiner Relevanz für viele Industrien und Endverbraucher weiter fördern und resilienter machen.

Die Europäische Kommission hat nun einen Vorschlag für die Überarbeitung des Halbleitergesetzes vorgeschlagen und wir werden das Gesetz (European Chips Act 2.0) in den nächsten Monaten im Europäischen Parlament verhandeln. Dabei möchten wir ganz gezielt weitere Produktionskapazitäten in Europa aufbauen, unsere Rohstoffversorgung diversifizieren und strategische Partnerschaften mit verlässlichen Partnern ausbauen. Schon jetzt gibt es im Chips Act einen wichtigen Bestandteil, der auf die Überwachung der Lieferketten ausgerichtet ist und Frühwarnmechanismen bei Engpässen etabliert hat. Darauf können wir aufbauen.

Die Folgen für Konsument*innen dürfen wir dabei nicht aus dem Blick verlieren. Wenn Speicher knapp werden, steigen die Preise. Wer sich alle paar Jahre ein neues Smartphone, Tablet oder einen Laptop kaufen muss, ist mit immer höheren Preisen konfrontiert. Deshalb brauchen wir neben einer stärkeren europäischen Produktion auch Vorgaben, die Geräte länger nutzbar machen. Die EU hat mit dem Recht auf Reparatur, länger laufenden Betriebssystemen und strengeren Ökodesign-Vorgaben bereits wichtige Schritte eingeleitet. Das senkt die Kosten für Verbraucher*innen, reduziert den Ressourcenverbrauch und macht uns gleichzeitig unabhängiger von knappen Ressourcen. 

Freundliche Grüße 

Delara Burkhardt

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