Wie rechtfertigen Sie Milliarden für Aufrüstung und Sozialkürzungen zugleich, obwohl Gesundheit, Psychotherapie und Familien leiden und eine konkrete militärische Bedrohung Deutschlands umstritten ist
Sehr geehrte Frau Rump,
Sie haben Entscheidungen unterstützt, die von vielen als soziale Verschlechterungen bewertet werden - etwa die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte sowie eine Politik, die nach Ansicht von Psychotherapeuten und Fachverbänden die Versorgung psychisch Erkrankter zusätzlich belastet. Gleichzeitig werden historische Summen für die Bundeswehr bereitgestellt.
Mich interessiert, warum für militärische Aufrüstung praktisch keine finanziellen Grenzen zu gelten scheinen, während bei Gesundheit, Bildung und Sozialem regelmäßig auf knappe Haushalte verwiesen wird. Zudem begründen Sie die Aufrüstung mit der Bedrohung durch Russland. Auf welche konkreten Erkenntnisse stützen Sie die Annahme, dass Deutschland eine Aufrüstung in diesem Umfang benötigt, obwohl Russland militärisch stark in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine gebunden ist und durch die nukleare Abschreckung der NATO ein direkter Angriff erhebliche Risiken bergen würde?

