Werden Sie sich gegen die Honorarkürzungen für Psychotherapeuten einsetzen ?
Sehr geehrter Herr Baldy, als niedergelassene Psychotherapeutin in Ingelheim stimme ich Marcel C. in allen Punkten vom 13.03.26 zu und ergänze: um den Einkommensverlust auszugleichen, muss ich meine Arbeitszeit steigern (die meisten Therapeuten sind Frauen und tragen somit oft den Haupteil familiärer Care-Arbeit) oder in der Auswahl meiner Patienten Privatversicherte den gesetzlich Versicherten vorziehen, sowie eher gut situierte, gesündere Personen, die zuverlässig zu den Sitzungen kommen oder ein Ausfallhonorar zahlen können, zu Ungunsten von Personen in prekären Lebensverhältnissen (Alleinerziehende, chronisch Kranke) – letzte Gruppe hat jedoch eine höhere Prävalenz für psychische Erkrankungen. Wenn der Zugang zur ambulanten Psychotherapie noch schwieriger wird, werden sich die Kosten in stärkerer Inanspruchnahme von psychiatrischen Kliniken sowie bei Krankschreibungen und Frühverrrentungen niederschlagen. Bitte setzen Sie sich gegen die Honorarkürzungen ein! Mit besten Grüßen


