Warum wurde die Förderung der Psychotherapie überhaupt als Wahlversprechen formuliert, wenn die SPD dem Sparpaket von Frau Warken offenbar nichts entgegensetzt?
Neben Kürzungen von 4,5 Prozent sieht ihr Referentenentwurf auch die Streichung der Zuschläge für Kurzzeittherapie vor, was insgesamt auf Einschnitte von bis zu 10 Prozent hinausläuft. Besonders gravierend ist jedoch die geplante Begrenzung des extrabudgetären Gesamtvolumens – mit möglichen Einnahmeverlusten von 20 Prozent oder mehr und spürbaren Folgen für die Patientenversorgung.
Viele von uns stehen inzwischen vor existenziellen Sorgen: Kredite, laufende Kosten und die wirtschaftliche Zukunft der Praxen sind plötzlich ungewiss. Gleichzeitig bleibt eine klare Stellungnahme von politischer Seite, etwa durch Herrn Klingbeil oder Frau Bas, bislang aus.
Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage nach der rechtlichen Tragfähigkeit dieser Maßnahmen. Für viele wirkt es, als würde hier die eigene berufliche Zukunft politisch massiv infrage gestellt. Aber vor allem setzen Sie sich nicht für psychisch Erkrankte (die gesetzlich versichert sind) ein. Das ist wahnsinnig traurig!

