Wieso werten Sie Erwachsenen-Psychotherapie ab und schaffen dadurch soziale Ungerechtigkeit? Wieso Gruppe statt Einzel? Wir leisten die gleiche Arbeit!
Ich selbst biete seit Jahren Einzeltherapie mit guten Erfolgen: Menschen mit Missbrauchserfahrungen und Vergewaltigungen in der Vorgeschichte - die meisten davon entscheiden sich gezielt für eine Einzeltherapie, weil sie sich nur hier öffnen können. Viele dieser Erwachsenen kommen aus schwierigen Familienverhältnissen - in der Kindheit hatten sie keine Möglichkeit, sich therapeutische Hilfe zu holen. Bei den meisten davon hätte es auch wenig gebracht: denn was nutzt eine Psychotherapie, wenn das Kind weiter geschlagen wird, die Mutter weiterhin im Nebenzimmer vergewaltigt wird, das Kind vom eigenen Vater sexuell missbraucht wird und nicht darüber reden kann, weil beide Eltern sonst „böse sind“? Gerade diese Menschen kommen erst im Erwachsenenalter in die Praxis. Sie brauchen einen intimen Raum, um sich zu öffnen. Sollen diese Menschen nun nicht mehr behandelt werden, wenn sie "nur" eine leichte Depression haben (reicht für Suizid)?

