Kandidat, weißes Hemd, Feld, lächelt.
Christoph Lutz
dieBasis
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Frage von Helmut O. •

Bitte begründen Sie Ihre Position zur Tierhaltung, aus welchem Grund sind Sie allgemein gegen die aktuelle Gesetzgebung?

Sehr geehrter Herr Lutz,
Wir sind Milchviehhalter und finden die zunehmenden Auflagen und Beschränkungen existenzbedrohnend.
Wie wollen ,wir wenn unsere Molkerei den Weltmarkt intensiv beliefert, mit Kollegen ohne diese extremen Auflagen mithalten können? Ein empfohlener Stallbau mit sehr hohem Tierwohl (Kompoststall) kostet in den südlichen Ländern laut der Offizialberatung fast 1/10 tel der Kosten in Deutschland.Würden Sie schlußfolgernd empfehlen für die nächste Generation in diesen Ländern zu investieren?
Die Verkaufserlöse der Bauern reichen bei weitem nicht aus, damit sich diese extrem hohen Investitionen selbst auch langfristig in Der Eifel rentieren der können.

Freundliche Grüße
H. O.

Kandidat, weißes Hemd, Feld, lächelt.
Antwort von
dieBasis

Hallo Herr O.,

die Frage von abgeordnetenwatch ist leider sehr offen formuliert. Sie haben den Aspekt Milchkühe herausgenommen, aber für mich beginnt die Problematik schon bei der Verstümmelung von Tieren, z.B. Schweinen.

Zur Finanzierung:
In unserem „Wahlprogramm“ steht folgendes Leitbild für den Bereich „Ernährung und Landwirtschaft“ :  dieBasis steht für Umwelt- und Tierschutz, für artgerechte Tierhaltung sowie für die schrittweise Umstellung der Land- und Forstwirtschaft auf nachhaltigen, ökologischen Landbau, der in regionale Vermarktungsstrukturen eingebunden ist und faire Preise ermöglicht.
Unser Ziel ist es, möglichst - also solange es Sinn macht - eine regionale Versorgung zu ermöglichen. Dies mindert den Preisdruck aus dem Ausland zumindest teilweise.

Zusätzlich habe ich die Offizialberatung angerufen, da ich die Details für die Berechnungen der Stallkosten insbesondere in den südlichen Ländern einsehen wollte. Sie haben mir eine ausgiebige Antwort gesendet, aber nichts zum Thema Produktionskosten im südlichen Europa, und mich an andere Stelle weiter verwiesen. Und von dieser Stelle habe ich noch keine Antowrt bekommen.

Zum Thema Rentabilität beziehe ich mich auf die untere Präsentation. Basierend auf den hier angegebenen Zahlen es je nach Einzelfall durchaus machbar wäre, die Kosten eines Stalls innerhalb von 14-15 Jahren wieder zu erwirtschaften (die Kosten schwanken stark von Betrieb zu Betrieb und sind stark abhängig von den Einstreukosten; außerdem unter der Annahme eines konstanten Milchpreises). https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwiKnJS11Y3zAhX7hP0HHfr8A9cQFnoECAcQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.alb-bayern.de%2Fmedia%2Ffiles%2F0003%2F801-m-cklinghoff-wicke-03-20190313.14-ks2019-.pdf&usg=AOvVaw3BwvAa7jbcTpy92USahTAx

Grundsätzlich gilt, dass Maßnahmen, die das Tierwohl verbessern, eher auch die Gesundheit der Tiere (weniger Arztkosten) und den Ertrag verbessern. Ob das im Einzelfall die Kosten deckt, muss man dann schauen. Aber prinzipiell gibt es auch Fördermöglichkeiten, die so eine Finanzierung unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Lutz