Welche konkreten Schritte unternehmen Sie gegen den massiven Serviceabbau bei Postdienstleistungen und Banken in wirtschaftsstarken Kommunen wie St. Leon-Rot, Wiesloch und Walldorf?
Sehr geehrte Frau Staab,
die Deutsche Post erhöht das Briefporto um rund 16 Prozent, während gleichzeitig der Service drastisch schrumpft. Wer am Sonntag in St. Leon-Rot, Walldorf oder Wiesloch einen Brief einwirft, stellt fest, dass es flächendeckend keine einzige Leerung am Montagvormittag mehr gibt. Die Post bleibt bis weit in den Nachmittag unberührt im Kasten. Durch diese Verzögerungen verliert man zudem jede Kontrollmöglichkeit darüber, ob absendende Unternehmen die Unwissenheit der Bürger ausnutzen und das Ausstellungsdatum eines Briefes bewusst vordatieren. Parallel dazu zieht sich die Finanzinfrastruktur zurück: Die Schließung der Volksbank-Filiale in St. Leon (Marktstraße 61) wurde mit werbenden Phrasen über digitale Services kommuniziert. Die entscheidende Alltagsfrage blieb jedoch unbeantwortet: Ob und wie lange der dortige Geldautomat überhaupt erhalten bleibt, erfährt man erst nach mühsamer Rücksprache.
Mit freundlichen Grüßen
Fritz W.

