Sind sie für eine Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung?
Sehr geehrter Herr Schneider,
die Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung würde Familien erheblich belasten. 225 Euro pro Monat würde viele Familien sehr hart treffen. Wenn sie wirklich eine Reform für mehr Beschäftigung wollen, bräuchten sie eine längere Übergangsphase und eine gleichzeitige Abschaffung der Minijobs, um überhaupt genügend sozialversicherungspflichtige Jobs zu schaffen, die mit Kinder (auch über 6) zu vereinbaren sind. Das was sie planen, ist eine Belastung von Familien, um die Kassen zu füllen. Während sie gleichzeitig sagen, dass für die Übernahme der Kosten der Bürgergeldempfänger kein Geld da ist und das bitte weiter die Beitragszahler zahlen sollen. Zusätzlich zu den 225 Euro natürlich. Seit einer Woche habe ich schlaflose Nächte und wir sind bestimmt nicht die einzige Familie, die gerade Angst hat.
Mit freundlichen Grüßen
Stephanie S.
Sehr geehrte Frau S.,
in den vergangenen Tagen hat sich bei der kostenlosen Mitversicherung einiges getan. Statt kompletter Streichung statt des ursprünglich geplanten Beitragssatzes 3,5 Prozent sollen für mitversicherte Partner künftig 2,5 % des beitragspflichtigen Einkommens gezahlt werden. Dazu gibt es erweiterte Ausnahmeregelungen: Die Liste der Personen, die von der Zahlungspflicht ausgenommen bleiben, wurde verlängert. Dazu zählen nun: Eltern mit Kindern bis einschließlich elf Jahren (ursprünglich war die Schwelle bei sechs Jahren geplant), pflegende Angehörige, Partner, die das gesetzliche Rentenalter erreicht haben sowie Personen mit anerkannter voller Erwerbsminderung. Zur Gegenfinanzierungsoll der für die Pharma-Unternehmen der gesetzliche Herstellerabschlag für verschreibungspflichtige Medikamente ab 2027 auf 15,5 % steigen. Auch der Bund wird stärker in die Pflicht genommen als im ersten Entwurf noch vorgesehen.
Mit freundlichen Grüßen
Team Schneider

