Wie wollen Sie bei einer Budgetierung der Psychotherapie die Versorgungskapazitäten für psychisch Kranke und die wirtschaftliche Existenz psychotherapeutischer Praxen sichern?
Sehr geehrte Frau Baas,
viele Kolleginnen fürchten um die Versorgung psychisch Kranker und auch um die Existenz ihrer Praxen, wenn Psychotherapie budgetiert wird. Ich arbeite mit 25 Sitzungen pro Woche (und etlichen Zusatzstunden für Bürokratie, Fortbildung, EDV-Pflege) auf einem halben Sitz seit über 30 Jahren als Psychotherapeutin. Meine Praxisbetriebskosten und Kosten für Versicherungen etc. belaufen sich auf ca. 6000,- Euro im Monat. Bei einer Budgetierung von Psychotherapie haben psychisch kranke Menschen noch schlechtere Chancen auf einen Therapieplatz und ich fürchte, meine Praxis wirtschaftlich nicht mehr halten zu können. All dies wird für den Staat enorme Folgekosten bedeuten. Wie werden Sie die Verschlechterung der Versorgung mit Psychotherapie bzw. das wirtschaftliche Aus vieler Praxen verhindern?

