Wie können wir gewährleisten, dass bei finanziellen Engpässen zuerst die Politik Verantwortung übernimmt und die zahnmedizinische Grundversorgung schützt, statt Leistungen für Bürger zu streichen?
Sehr geehrte Frau Bas,
ich schreibe Ihnen mit einem Herzenswunsch. Wenn grundlegende Versorgungen – wie die zahnmedizinische Sicherheit – zur Disposition stehen, ist dies eine Prüfung unserer Wahrhaftigkeit. Wahre Führung zeigt sich nicht im Wort, sondern in der Umsetzung: in der Bereitschaft, als Erster die Last der Verantwortung zu tragen.
Was ein führender Mensch aus innerer Überzeugung tut, dem folgen die anderen nach. Ich betrachte Ihr hohes Amt als obersten Schutzauftrag für unsere parlamentarische Würde.
Wahre Souveränität beweist sich darin, Fehlentwicklungen, die der Unversehrtheit widersprechen, aus eigener Einsicht zu korrigieren.
Wie stellen wir sicher, dass künftig bei Engpässen zuerst die politische Ebene die Verantwortung übernimmt
und diese Korrektur vollzieht, damit Ihr Handeln zum Segen für alle Bürger wird? Ich hoffe auf eine Antwort, die den Geist eines wahrhaftigen Dienstes spiegelt, der mutig vorangeht.
Mit aufrichtigem Gruß und dem Wunsch für weises Handeln.
Sehr geehrter Herr E.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Der Vorschlag, Zahnarztkosten aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen, ist realitätsfremd und zutiefst ungerecht. Zahngesundheit ist ein elementarer Bestandteil medizinischer Versorgung. Wenn Zahnarztbesuche künftig aus eigener Tasche bezahlt werden müssten, würde dies ausgerechnet Berufstätige und Familien massiv belasten. So eine Zwei-Klassen-Medizin einzuführen, kommt für mich nicht in Frage.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Deutschen Bundestag, seinen Abgeordneten oder mir Kontakt aufzunehmen – zum Beispiel über https://www.bundestag.de.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas


