Setzen Sie sich gegen die Kürzungen bei der Psychotherapie ein?
Sehr geehrter Herr Auernhammer,
Als CSU-Wähler und Betroffener, möchte Sie bitten sich aktiv gegen die geplanten Kürzungen bei der Psychotherapie einzusetzen.
Es ist heute bereits eine Zumutung Termine zu bekommen. Die Betreuung ist kaum noch sichergestellt.
Abgesehen von persönlichen Schicksalen, macht es einfach keinen Sinn an der Stelle zu kürzen. Die langfristigen Folgen sind sehr teuer für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft.
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ich signifikant höhere berufliche Ausfallzeiten hätte ohne die psychotherapeutische Betreuung.
Sehr geehrter Herr S.,
herzlichen Dank für Ihre Nachricht bzgl. der Kürzungen bei der Psychotherapie und die geschilderten Eindrücke aus Ihrer eigenen Erfahrung.
Ihre Rückmeldung zur Vergütungsanpassung vor dem Hintergrund der aktuellen Versorgungssituation nehme ich sehr ernst.
Zunächst möchte ich betonen, dass die Vergütung in der psychotherapeutischen Versorgung nicht unmittelbar von der Politik festgelegt, sondern das Ergebnis eigenständiger Verhandlungen zwischen den Selbstverwaltungspartnern – insbesondere der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband – im sogenannten Bewertungsausschuss ist.
Dieser hat auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes gegen die Stimmen der Ärzteschaft zum 1. April 2026 die Honorarsenkung um 4,5 % beschlossen, während die Strukturzuschläge um 14,25 % steigen. So ist in der Gesamtbetrachtung für psychotherapeutische Praxen, die die Strukturzuschläge in vollem Umfang erhalten, eine deutlich geringere Absenkung der Honorare zu erwarten.
Dennoch kann ich nachvollziehen, dass dies eine belastende Entwicklung für Therapeuten und Patienten darstellt. Da die Politik die Entscheidung der gesetzlich beauftragten gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen respektiert, obliegt die Prüfung des Verfahrens nun der Rechtsaufsicht des Bundesgesundheitsministeriums.
Ungeachtet dessen werden wir uns in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dafür einsetzen, eine qualitativ hochwertige und am Bedarf orientierte psychotherapeutische Versorgung sicherzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Artur Auernhammer

