Arnold Vaatz
CDU
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Frage von Unaaryber Mvyy an Arnold Vaatz bezüglich Soziales

# Soziales 11. März. 2013 - 13:41

Sehr geehrter Herr Vaatz,

warum tut sich die CDU so schwer, uns Frauen, die Kinder vor 1992 geboren haben, mit den jüngeren Frauen bei der Rentenberechnung gleichzustellen. Haben wir keine oder eine schlechtere Erziehumgsarbeit geleistet als es in der heutigen Zeit geschieht?

Und eine zweite Frage beschäftigt mich. Wann zahlen Beamte, Politiker, Selbständige auch in das Rentensystem ein, damit das Gejammere aufhört, dass die Rentenkassen in ein paar Jahren überfordert sind. Was tut die CDU als angebliche Volkspartei?
MfG
Hannelore Zill

Von: Unaaryber Mvyy

Antwort von Arnold Vaatz (CDU) 07. Mai. 2013 - 16:11
Dauer bis zur Antwort: 1 Monat 3 Wochen

Sehr geehrte Frau Zill,

die CDU will die Gleichstellung bei der Mutterrente und hat einen entsprechenden Antrag auf dem vergangenen Parteitag beschlossen. Mütter, deren Kinder nach 1992 geboren wurden, sind im Moment besser gestellt. Sie erhalten bei der Rentenberechnung zwei Punkte mehr gutgeschrieben als Mütter, deren Kinder früher zur Welt kamen. Eine Verbesserung der Mütterrente für diesen Personenkreis ist geboten und gerecht. Die dadurch entstehenden Mehrkosten von mehr als 6 Milliarden Euro sollen aus der Rentenversicherung finanziert werden. Eine Einigung mit unserem Koalitionspartner sowie die Erarbeitung, Beratung und Verabschiedung einer dafür notwendigen Rentenreform per Gesetz ist bis zur Bundestagswahl im Herbst nicht zu schaffen. Daher wird das Ziel einer Gleichstellung bei der Mutterrente in unser Wahlprogramm festgeschrieben und bei einer Regierungsbeteiligung Bestandteil der Koalitionsverhandlungen werden.

Zu Ihrer zweiten Frage: Wenn die von Ihnen benannten Personenkreise in die Rentenversicherung einzahlen würden, hätten diese dann auch einen Anspruch auf eine gesetzliche Rente. Die Rentenkasse würde dann nicht nur aufgefüllt, sondern in gleichem Maße belastet. Zusätzliche Kosten entstehen durch den Übergang vom bestehenden System in das von Ihnen vorgeschlagene, da die bereits entstandenen Anwartschaften unterstützt werden müssen, für die es durch Beiträge noch keine Deckung gibt.

Mit freundlichem Gruß
Arnold Vaatz