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Anton Hofreiter
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Frage von Ursula N. •

Wie stehen Sie zu Verhandlungen, um den Ukraine-Krieg zu beenden?

Sehr geehrter Herr Dr. Hofreiter,

dem Bundeskanzler wird streckenweise vorgeworfen, mit seiner Erklärung für sein Nein zu Taurus-Lieferungen bei der deutschen Bevölkerung Kriegsängste schüren zu wollen.
Ist es aber auch nicht so, dass andere Politiker ebenfalls Ängste vor einem uns angreifenden Russland schüren, um so eine eine lLieferung von Taurus zu rechtfertigen?
Welche Bemühungen gehen von der deutschen Politik aus, um Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zu erreichen, nötigenfalls mit Vermittlern?
Gilt das Motto Frieden schaffen ohne Waffen nicht mehr?

Ursula N.

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Antwort von
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Sehr geehrte Frau N.

eine direkte kriegerische Auseinandersetzung gilt es unter allen Umständen zu vermeiden. Ich verstehe die Sorge um eine Eskalation und dass man sich ein Ende dieses brutalen Krieges wünscht. Auch ich wünsche mir das. Russland hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, die ukrainische Demokratie, Nation, Kultur und Sprache zu vernichten. Putin ist fest entschlossen seine Ziele auf militärischem Wege zu erreichen. Er setzt auf das Recht des Stärkeren und missachtet das Völkerrecht und internationale Verträge. Er hat kein Interesse an Friedensverhandlungen. Es ist daher entscheidend, dass wir die Ukraine in einem Maße unterstützen, humanitär, finanziell wie auch militärisch, sodass Putin einsieht, dass er diesen Krieg nicht gewinnen kann. Erst dann wird er bereit sein in Verhandlungen zu treten. 

Mit freundlichen Grüßen

Anton Hofreiter 

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