Warum führt der Bund die pauschale Beihilfe nicht ein und beendet die Benachteiligung von beamteten Menschen mit Behinderung oder Vorerkrankung in der GKV – während die Länder längst vorangehen?
Sehr geehrte Frau Klose, ich bin als Beamtin aufgrund einer Behinderung in der GKV verblieben und muss meinen KV-Beitrag vollständig allein tragen. Diese strukturelle Benachteiligung trifft insbesondere Menschen, die ohnehin gesundheitlich vorbelastet sind.
Während inzwischen fast alle Bundesländer (bald 13) die pauschale Beihilfe eingeführt haben, um echte Wahlfreiheit zwischen PKV und GKV zu schaffen, bleibt der Bund untätig. Damit wird eine bekannte Ungleichbehandlung bewusst fortgeführt.
Das ist auch politisch schwer nachvollziehbar: Selbst parteiübergreifend wird die pauschale Beihilfe unterstützt (z. B. zuletzt CDU Rheinland-Pfalz, Drucksache 18/13095). Warum fehlt dieser Schritt auf Bundesebene? Die Diskussion über eine Einbeziehung von Beamt:innen in die Rentenversicherung scheint mir vor diesem Hintergrund inkonsequent, wenn nicht mal kleinste Schritte in der GKV erfolgen. Wann wird der Bund endlich auch die pauschale Beihilfe einführen und mit den Ländern gleichziehen? Danke.

