Wieso hat der STARK-Verlage das alleinige Recht, Abituraufgaben und zugehörige Lösungsvorschläge zu verwerten? Wieso dürfen Lehrkräfte diese nicht an Schüler weitergeben?
Sehr geehrte Frau Stolz,
alle Jahre wieder fragen Schülerinnen und Schüler ihre Lehrkräfte nach Abituraufgaben und vor allem den zugehörigen Lösungen. Alle Jahre wieder können diese Lehrkräfte nichts anderes tun, als auf die Abitur-Trainer des Stark-Verlags zu verweisen.
Dieser kauft für kleines Geld die Verwertungsrechte und verwandelt sie in 15 EUR teure Bücher für verzweifelte Abiturienten (https://www.sueddeutsche.de/politik/abitur-pruefungen-verlage-1.5790765).
Weshalb subventioniert der bayerische Staat den Stark Verlag mit billigen Unterrichtsmaterialien? Wieviel erhält der bayerische Staat für eine Abituraufgabe? Weshalb ist es nicht möglich, Schülerinnen und Schüler auch die Lösungen zur Verfügung zu stellen?
Welchen Einfluss hat es auf die Bildungsgerechtigkeit, wenn der Zugang zu Bearbeitungsvorschlägen allein vom Geldbeutel der Jugendlichen abhängt?

