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Anna Rasehorn
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Frage von Jan R. •

Immer mehr Bier-Pfandflaschen in bayrischen Gewässern. Verletzungsgefahr & Umweltverschmutzung. Wie greift die Politik ein, wenn zivilrechtliche freiwillige Vereinbarungen nicht mehr funktioniere?

Dieses Jahr war ich mit dem Kanu auf der Iller. Die Menge an Pfandflaschen die im Fussbett, auf Kiesbänken zurückgelassenen werden ist erschreckend. Es waren Flaschennester von bis zu 12 Pfandflaschen. Auf flachen klaren Flussabschnitten können im Abstand von 300 m Bierflaschen auf dem Flussgrund erkannt werden.

Der volkswirtschaftliche Schaden durch Umweltverschmutzung und Verletzungen ist logisch.

Das Verhalten, dass Pfandflaschen aus Bequemlichkeit überall abgestellt werden, die armen Bürger räumen es schon für den Pfand weg. Dafür sind 8 c zu wenig.

Wer den Pfand nicht braucht und die Flasche vor den Mülleimer stellt, O.K.. Pfandflaschen in Flüssen abzulegen ist asozial.

Die Politik muss Druck auf Hersteller ausüben über den Richtigen Umgang mit Pfandflaschen zu Informieren und den Pfand zu erhöhen?

Oder Gesetze verabschieden die die Selbstverpflichtung in allgemeine Regeln umwandeln.

Die Medien Nutzen, z.B. ÖRR, um den richtigen Umgang mit Pfandflaschen zu informieren.

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr R.,

vielen Dank für Ihre Nachricht! Ihren Ärger kann ich gut nachvollziehen, denn Glasflaschen im Flussbett und auf Kiesbänken belasten nicht nur die Umwelt, sondern stellen auch eine Verletzungsgefahr für Menschen und Tiere dar.

Anders als beim Einwegpfand gibt es für Mehrwegflaschen keine gesetzlich festgelegte Pfandhöhe. Die 8 Cent legt die Getränkewirtschaft selbst fest. Eine verbindliche Regelung wäre nur auf Bundesebene möglich, da das Verpackungsrecht Bundesrecht ist. Gerne möchte ich Sie daher ermutigen, sich auch an die SPD-Bundestagsfraktion zu wenden.

Einer Erhöhung des Flaschenpfands stehe ich grundsätzlich positiv gegenüber. Wichtig ist mir dabei, dass die Umstellung für die Brauereien und Getränkehersteller wirtschaftlich darstellbar bleibt, gerade für die kleinen und mittelständischen Betriebe in Bayern, denn sie müssen bei einer Erhöhung auch für bereits umlaufende Flaschen das höhere Pfand auszahlen. Ihre Anregung nehme ich gerne in die weiteren Gespräche mit.

Vielen herzlichen Dank für Ihr Engagement und mit besten Grüßen
Anna Rasehorn

 

 

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