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Anke Fuchs-Dreisbach
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Frage von Stephan H. •

Sind Sie für oder gegen eine Kopplung der Lebenserwartung mit dem Eintritt ins Rentenalter?

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr H.,

vielen Dank für Ihre Frage. 

Die gesetzliche Rentenversicherung wird auf Bundesebene geregelt. Entscheidungen über das Renteneintrittsalter trifft daher nicht der Landtag Nordrhein-Westfalen, sondern der Deutsche Bundestag. Die Frage, wie wir die Rente langfristig sichern können, ist dennoch eine wichtige, mit der wir uns auseinandersetzen müssen.

Der demografische Wandel stellt unser Rentensystem vor große Herausforderungen. Künftig werden weniger Beitragszahlerinnen und Beitragszahler einer wachsenden Zahl von Rentnerinnen und Rentnern gegenüberstehen. Deshalb müssen wir rechtzeitig darüber sprechen, wie die gesetzliche Rente auch für kommende Generationen verlässlich erhalten werden kann.

Ich halte es daher für richtig, eine moderate Kopplung der Regelaltersgrenze an die steigende Lebenserwartung zu prüfen. Dabei geht es nicht um eine sprunghafte Anhebung des Renteneintrittsalters oder eine „Rente mit 70“, sondern um eine schrittweise und planbare Anpassung. Nach dem Vorschlag der Rentenkommission sollen zusätzliche Lebensjahre im Verhältnis zwei zu eins auf Erwerbsphase und Rentenphase verteilt werden. Vereinfacht bedeutet das, dass bei einer um drei Monate steigenden Lebenserwartung die Regelaltersgrenze um etwa zwei Monate angepasst würde und ein zusätzlicher Monat der Rentenphase zugutekäme. Nach den bisherigen Annahmen würde dies zunächst zu einem Anstieg der Regelaltersgrenze von 67 Jahren auf etwa 67 Jahre und sechs Monate bis 2041 führen.

Eine zukunftsfeste Rentenpolitik darf sich jedoch nicht allein auf das Renteneintrittsalter konzentrieren. Notwendig ist ein ausgewogenes Gesamtpaket mit einer nachhaltigen Finanzierung, fairen Übergängen, der Anerkennung von Lebensleistung und einer Stärkung der ergänzenden Vorsorge.

Die weiteren Vorschläge werden nun im parlamentarischen Verfahren auf Bundesebene beraten. Dabei müssen die verschiedenen Interessen sorgfältig abgewogen werden.

Für mich ist entscheidend, dass die Rente langfristig finanzierbar bleibt und notwendige Veränderungen verlässlich und generationengerecht umgesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Anke Fuchs-Dreisbach MdL

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