Setzen Sie sich dafür ein, dass der Mindestlohn weiter steigt, damit Menschen sozial besser abgesichert sind?
Viele Menschen arbeiten für den Mindestlohn und haben trotzdem Schwierigkeiten, ihre Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Finanzielle Sorgen können auch die Gesundheit belasten. Ich bitte Sie um eine konkrete Antwort.
Sehr geehrte Frau H.,
vielen Dank für Ihre Frage und dafür, dass Sie sich für faire Arbeitsbedingungen einsetzen. Ich finde, dass Arbeit ein Leben in Würde ermöglichen muss. Die Diskussion über den Mindestlohn gehört dabei richtigerweise auf Bundesebene, da der gesetzliche Mindestlohn dort geregelt wird und die Bundesregierung die Vorschläge der Mindestlohnkommission umsetzt.
Der Mindestlohn wurde hierdurch zum 1. Januar 2026 auf 13,90 € angehoben und wird zum 1. Januar 2027 auf 14,60 € pro Stunde steigen. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass kleine und mittlere Betriebe nicht überfordert werden, denn stabile Unternehmen sichern langfristig Arbeitsplätze. Deshalb sollten wir neben angemessenen Löhnen auch die Tarifbindung stärken und gezielte Entlastungen für Beschäftigte prüfen.
Ich setze mich dafür ein, dass soziale Verantwortung und wirtschaftliche Vernunft Hand in Hand gehen, damit faire Löhne für alle möglich sind.
Mit freundlichen Grüßen
Anke Fuchs-Dreisbach

