Wegen PPWR müssen viele kleine Händler den Versand innerhalb der EU einstellen – das widerspricht dem Gedanken eines gemeinsamen Binnenmarktes und stärkt die großen Online-Händler. Warum?
Weniger Verpackung und mehr Recycling – ein Ziel, das breite Zustimmung findet, auch unter Händlern.
Aber ist es wirklich verhältnismäßig, dadurch kleineren Händlern die wirtschaftliche Grundlage zu entziehen, in der EU grenzüberschreitend Handel zu betreiben?
Um in alle EU-Länder verschicken zu können, fallen nun Grundkosten von über 6000€ p.a. an – das übersteigt oftmals den Umsatz. Deswegen stellen jetzt reihenweise kleine Shops die Bestellmöglichkeit für EU-Länder ein. Für manche bedeutet dies sogar das Aus.
Aber auch für Konsumenten wird es schwieriger: woher bekomme ich jetzt ein bestimmtes Ersatzteil, wenn es mir nicht mehr zugeschickt werden kann? Wie kommen Handwerksbetriebe an Rohstoffe und Teile, wenn der Lieferant ebenfalls ein Handwerksbetrieb ist, der sich den EU-Handel nicht mehr leisten kann?
Wie ist das mit dem Europäischen Gedanken und dem Vorhaben des Bürokratieabbaus zu vereinbaren?

