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Frage an Agnes Becker von Gabriela S. bezüglich Familie

Sehr geehrte Frau Becker,

was halten Sie von Söders Pflegegeld von 1.000 Euro pro Jahr, wenn zu pflegende Angehörige in gewohnter Umgebung zuhause gepflegt werden? Sinnvoll? Almosen? Und was hat die ÖDP für Vorschläge für eine bessere Pflege daheim.

Frage von Gabriela S. am
Thema
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 18 Stunden 56 Minuten

Liebe Frau S.,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworte, betrifft sie doch einen ganz wichtigen Teil unserer Gesellschaft!

Die ÖDP ist davon überzeugt, dass in Familien wertvolle Sorgearbeit für Erziehung und Pflege geleistet wird. Die Menschen, die Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu Hause betreuen, sind der Kitt unserer Gesellschaft. Würden diese Menschen morgen den Dienst verweigern: Das staatliche Pflege- und Betreuungssystem wäre in gleichen Moment am Ende. Anstatt diese Leistungen endlich fair und sozialversicherungspflichtig (und rentenwirksam) zu honorieren, bietet die bayerische Staatsregierung, wie schon richtig sagen, Almosen an. Beispielsweise in Form des „Landespflegegeldes“ in Höhe von sage und schreibe 1.000 Euro pro Jahr. Ich würde mich schämen mit so etwas auch noch Wahlkampf zu machen.
Von einer freien Wahl des Lebensstils kann nur gesprochen werden, wenn nicht der Ausbau von Betreuungseinrichtungen bezahlt wird, sondern die Sorgearbeit für Erziehung und Pflege. Dann können die Sorgearbeitenden entscheiden, ob sie diese Tätigkeit selbst leisten oder Betreuungseinrichtungen in Anspruch nehmen wollen. Daher die ÖDP-Forderung: das Bayerische Betreuungs- und Pflegegeld muss zu einem echten Familiengehalt ausgebaut werden, das den Namen auch verdient. Genau dafür möchte ich mich im Landtag mit aller Kraft einsetzen!

Liebe Grüße
Agnes Becker