(...) Ihre Kritik kann ich nachvollziehen. Transparenz, Vertrauen und eine sensible Begleitung bei der Organentnahme sind wichtige Aspekte, die einen sehr großen Einfluss auf die Spendenbereitschaft haben. Ob eine Stiftung mit einem zentralen Einfluss der Bundesärztekammer als privatrechtlicher Verein - in dem Fall also die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) - die dazu notwendigen Voraussetzungen herzustellen vermag, dahinter darf man mit Blick auf die vergangenen Jahre tatsächlich ein Fragezeichen setzen. (...)
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Mehr Informationen und Zeit für eine gute Beratung sowie geringere Hürden bei der Registrierung sind der richtige Weg, mehr Organspender zu gewinnen.
(...) Ein Moratorium bei der Organspende lehne ich im Sinne der Patientinnen und Patienten ab, die dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sind. (...)
(...) herzlichen Dank für die Kontaktaufnahme zu diesem sehr komplexen und persönlichen Thema. Grundsätzlich kann ich Ihre Kritik nachvollziehen und bin ebenso der Überzeugung, dass sich der Staat in dieser bedeutungsschweren Sache nicht die Entscheidungskompetenz aus der Hand nehmen lassen darf. (...)
(...) Die drei per Gesetz beauftragten Institutionen haben zu diesem Zweck die DSO gegründet, deren Aufgabe es unter anderem ist, die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu überwachen. Der Vertrag zur Gründung der DSO ist vom Bundesgesundheitsministerium als Aufsichtsbehörde genehmigt worden. (...)
(...) Die von Ihnen erwähnte Deutsche Stiftung Organtransplantation ist zuständig für die Koordinierung der Entnahme der Organe, d.h. Unterstützung der Entnahmekrankenhäuser und Transplantationszentren, Transport der Organe, die Qualitätssicherung bei der Spenderbetreuung und die Zusammenarbeit mit den Transplantationsbeauftragen. Mit der Deutschen Stiftung für Organtransplantation ist man den im Gesetz gestellten Anforderungen gerecht geworden. (...)