Sehr geehrte Frau Kornak,
Alle Fragen und Antworten bei abgeordnetenwatch
(...) Die Ablehnung dieser Änderungsanträge und die in den letzten Monaten zunehmend emotionaler gewordene Debatte um eine gesetzliche Regelung der Beschneidung hat mich zu der Entscheidung gebracht, keinem der beiden vorgelegten Gesetzentwürfe zuzustimmen. Beide Gesetzentwürfe schaffen keine gesellschaftlich tragfähige Grundlage, um die mit der Problematik der Beschneidung von einwilligungsunfähigen Jungen aufgeworfenen Fragen zu lösen. (...)
(...) Zunächst einige Fakten: Entgegen der öffentlichen Meinung üben von den derzeit 620 Abgeordneten des Bundestages etwa 70 Prozent überhaupt keine entgeltlichen Nebentätigkeiten aus. Betrachtet man die Berufsstruktur des Bundestages, so ist festzustellen, dass rund 30 Prozent Selbständige aus den Bereichen Industrie, Gewerbe, Handwerk und Landwirtschaft stammen sowie freiberuflich tätig sind. (...)

(...) im Mai 2012 stellte DIE LINKE einen Antrag: bei der Erdgasförderung verbieten!“ Darin fordert DIE LINKE ein Fracking-Verbot sowie umfangreiche Reformen des Bergrechts für die gesamte Gasförderung wie Bürgerbeteiligung, umfassende Transparenz, verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfungen und ein Vetorecht der Wasserbehörden. Pikant: Zahlreiche Abgeordnete, die sich in ihren Wahlkreisen kritisch zum Fracking äußern, hätten die Gelegenheit gehabt, ihren Worten Taten folgen zu lassen. (...)
(...) Ich stimme Ihnen aber zu, dass die Vorwürfe um den Fall Mollath aufgeklärt werden müssen. Ich begrüße es daher, dass die bayerische SPD genau dies von der Landesregierung fordert. Es ist schon erstaunlich, dass das bayerische Justizministerium ein Jahr lang abwartet, und erst unter dem wachsenden öffentlichen Druck aktiv wird. (...)
(...) Ich sehe aus den dargelegten Gründen weder einen Anlass die „geringe Menge“ von Cannabis heraufzusetzen, noch eine weitere Legalisierung dieses Rohstoffs in sogenannten, von Ihnen angesprochenen Coffeeshops, zu realisieren. Mit den Neuerungen im Betäubungsmittelgesetz 2011 wurde den berechtigten medizinischen und wissenschaftlichen Ansprüchen einer vorteilhaften Nutzung von Cannabis auf diesen Gebieten, meiner Ansicht nach ausreichend Rechnung getragen. (...)