Verlängerung der Ferkelkastration ohne Betäubung

29 Nov 2018

Am 29. November 2018 stimmte der Bundestag über einen Gesetzentwurf zur "Änderung des Tierschutzgesetzes" bezüglich der betäubungslosen Ferkelkastration ab. Der von der Regierungskoalition eingereichte Gesetzentwurf verlängert die Übergangszeit bis zu einem kompletten Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration, um entsprechende infrastrukturelle Grundlagen zu schaffen.

650 Abgeordnete nahmen an der Abstimmung teil, davon stimmten 421 mit Ja, 142 mit Nein und 87 MdB enthielten sich der Abstimmung. Die Fraktionen CDU/CSU, SPD und AfD stimmten dem Entwurf größtenteils zu, die Grünen und die Linke waren gegen den Gesetzentwurf. Die FDP-Fraktion enthielt sich komplett. Damit wurde der Gesetzentwurf im Bundestag angenommen.

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Dafür gestimmt
421
Dagegen gestimmt
142
Enthalten
87
Nicht beteiligt
59
Abstimmungsverhalten von insgesamt 709 Abgeordneten.
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NameFraktionWahlkreisStimmverhalten

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05.07.2018

Kommentare

Danke für die Offenlegung.
Inhaltlich ist es eine absolute Schande und die Begründungen sind der Hammer.
Aber man sieht natürlich, woher der Wind weht...

Ich danke ebenfalls für die Offenlegung. Wie zumeist, bestätigt es sämtliche Vorurteile die man gegen gewisse Parteien hegt.
Es ist mir komplett unverständlich wie unmenschlich diese Menschen sind.

Interkulturell erfolgt bei männlichen Säuglingen die Penispräputiumbeschneidung ohne Anästhesie. Ferkel quieken ja laut, aber es interessiert die Nervatur noch nicht. Trotzdem ließ sich ohne Aufwand eine Betäubungsspritze setzen.

Andere Gesetzesvorhaben wurden von den Grünen im Bundesrat gestoppt (Stichwort sichere Herkunftsstaaten). Warum war dies nicht auch in diesem Fall möglich? Leider finde ich nirgendwo Infos über das Abstimmungsverhalten (speziell der grün-mitregierten Landesregierungen) im Bundesrat.
Kann hier jemand weiterhelfen?

Diese Abstimmung zeigt überdeutlich, wer hier das Sagen hat. Es gibt seit 2012 sehr wohl die Möglickeit, ohne betäubungslose Kastration auszukommen. Die kastrationslose Eberzucht, bei der maximal 5% der Ferkel ausgemustert würden, ist ebenfalls möglich. Hier könnte man die Klein- und Mittelbetriebe entschädigen. Überhaupt ist anzudenken, Großbetrieben die Milliardensubventionen zur Gänze zu streichen. Sie schaden der Umwelt,verpesten das Grundwasser und machen die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung sehr anfällig für Krisen .Der Einwand, dass sich Eber gegenseitig verstümmeln ist der Tierhaltung auf engstem Raum zuzuschreiben, die ja ebenfalls hauptsächlich bei Großbetrieben eingesetzt wird.
Fazit:Eine betäubungslose Kastration dieser armen Geschöpfe ist durch nichts und niemand zu rechtfertigen.Im übrigen widerspricht sie gängigem Gesetz. Alle Abgeordneten, die für diese Barbarei gestimmt haben, sind ihrem Gewissen verantwortlich. Sie müssen sich den Vorwurf der Mittäterschaft zu millionenfacher Tierquälerei gefallen lassen.
Mündige Bürger sollten dies bei der nächsten Wahl berücksichtigen!

Für mich haben die zuständige Ministerin und Abgeordnete, die für die Verlängerung dieser verabscheuungswürdigen Praktik stimmen, jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Wer in Sonntagsreden von Tierwohl redet und am Montag so etwas beschließt, ist ein verachtrenswerter Heuchler.

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