Sechster Medienänderungsstaatsvertrag

Der Brandenburger Landtag hat sich mit dem Sechsten Medienänderungsstaatsvertrag befasst und darüber in namentlicher Abstimmung auf Grundlage einer Beschlussempfehlung entschieden. Der Staatsvertrag ändert insbesondere den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag sowie den Medienstaatsvertrag und soll den Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum verbessern.

Ein zentraler Punkt der Änderungen ist die Verpflichtung von Anbietern von Betriebssystemen, etwa für Smartphones, Smart-TVs oder Spielekonsolen, Jugendschutzvorrichtungen bereitzustellen. Dadurch sollen Eltern und Erziehungsberechtigte einfacher altersgerechte Einstellungen für Geräte vornehmen können, die von Kindern genutzt werden. Die Nutzung bleibt dabei grundsätzlich frei; die Schutzfunktion greift erst, wenn sie aktiviert wird. Darüber hinaus werden Anbieter von Telemedien verpflichtet, Alterskennzeichnungen bei Spielen und fiktionalen Inhalten deutlicher darzustellen und gegebenenfalls auch mögliche Interaktionsrisiken zu benennen. 

Der Staatsvertrag stärkt zudem die Befugnisse der Landesmedienanstalten bei der Durchsetzung von Jugendschutzvorschriften. So können sie künftig unter bestimmten Voraussetzungen Zahlungsströme zu beanstandeten Online-Angeboten unterbinden lassen und Maßnahmen auch auf sogenannte „Mirror-Domains“ ausweiten, die Sperren umgehen sollen. Insgesamt soll damit der Jugendmedienschutz an neue technische Entwicklungen angepasst und wirksamer durchgesetzt werden.

Der Hauptausschuss empfiehlt in seiner Beschlussempfehlung die Annahme des Gesetzentwurfes. Die Beschlussempfehlung wurde mit 45 Ja-Stimmen zu 39 Nein-Stimmen angenommen.

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Dafür gestimmt
45
Dagegen gestimmt
39
Enthalten
0
Nicht beteiligt
4
Abstimmungsverhalten von insgesamt 88 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Björn LüttmannBjörn LüttmannSPD9 - Oberhavel III Dafür gestimmt
Melanie Matzies-KöhlerBSW Nicht beteiligt
Jenny MeyerBSW Dagegen gestimmt
Portrait von Hanka MittelstädtHanka MittelstädtSPD11 - Uckermark I Dafür gestimmt
Portrait von Wilko MöllerWilko MöllerAfD35 - Frankfurt (Oder) Dagegen gestimmt
Portrait von Daniel MünschkeDaniel MünschkeAfD40 - Oberspreewald-Lausitz III / Spree-Neiße III Dagegen gestimmt
Portrait von Kathleen MuxelKathleen MuxelAfD30 - Oder-Spree III Dagegen gestimmt
Portrait von Andreas NoackAndreas NoackSPD7 - Oberhavel I Dafür gestimmt
Portrait von Volker NothingVolker NothingAfD37 - Elbe-Elster II Dagegen gestimmt
Portrait von Daniela OeynhausenDaniela OeynhausenAfD Dagegen gestimmt
Erik Pardeik Erik PardeikAfD32 - Märkisch-Oderland II Dagegen gestimmt
Portrait von Marcel PenquittMarcel PenquittSPD23 - Teltow-Fläming I Dafür gestimmt
Falk PeschelBSW Dagegen gestimmt
Zus ehen ist Katja Poschmann, eine Frau vor rotem Hintergrund. Sie trägt einen blonden Bob als Frisur, sie lächelt. Sie trägt dunkle Kleidung sowie dezenten Schmuck, u.a. eine Kette mit einem Pusteblumenanhänger.Katja PoschmannSPD4 - Ostprignitz-Ruppin III / Havelland III Dafür gestimmt
Portrait von Jan RedmannJan RedmannCDU3 - Ostprignitz-Ruppin I Dafür gestimmt
Norbert RescherAfD12 - Uckermark II Dagegen gestimmt
Portrait von Wolfgang RoickWolfgang RoickSPD39 - Oberspreewald-Lausitz II / Spree-Neiße IV Dafür gestimmt
Stefan RothBSW Dagegen gestimmt
Portrait von Sebastian RüterSebastian RüterSPD20 - Potsdam-Mittelmark IV Dafür gestimmt
Portrait Julia SahiJulia SahiSPD6 - Havelland II Dafür gestimmt
Portrait von Ludwig ScheetzLudwig ScheetzSPD27 - Dahme-Spreewald II / Oder-Spree I Dafür gestimmt
Prof. Dr. Michael Schierack, MdLMichael SchierackCDU43 - Cottbus I Dafür gestimmt
Portrait von Martina Maxi SchmidtMartina Maxi SchmidtSPD14 - Barnim II Dafür gestimmt
Sina SchönbrunnSPD34 - Märkisch-Oderland IV Dafür gestimmt
Portrait von Manja SchüleManja SchüleSPD21 - Potsdam I Dafür gestimmt