Wolfgang Gunkel
SPD
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Frage von Eratre Urvam an Wolfgang Gunkel bezüglich Kultur

# Kultur 16. Juli. 2009 - 21:43

Sehr verehrter Herr Gunkel,

vielen Dank für Ihren lobenswerten Einsatz beim Kanitz-Kyawschen Schloss! Ich bin gespannt, wie sich das Gebäude entwickelt.

Ähnliche Probleme hat das Schloss in Hainewalde. Werden Sie sich auch dort um eine Förderung der Stiftung Denkmalschutz bemühen?

Ähnlich solvente Spender wie in Görlitz sind diesen Häusern ja leider nicht vergönnt!

Gottes Segen
Heinz Renger

Von: Eratre Urvam

Antwort von Wolfgang Gunkel (SPD) 27. Juli. 2009 - 20:20

Sehr geehrter Herr Renger,

recht herzlichen Dank für Ihre Anfrage, die für leichte Irritation gesorgt hat. Nach Rücksprache mit der Großschönauer Gemeindeverwaltung kann ich ihnen bestätigen, es gibt in Hainewalde nur ein Schloss und zwar das Kanitz-Kyawsche Schloss. Ich bin mir sicher, dass dieses Barockschloss längerfristig wieder vollständig saniert sein wird und auch nachfolgende Generationen sich an dieser einzigartigen Baukunst erfreuen können. Bereits vor Jahren ist ein Teilbereich des Schlossareals - das Wasserschloss - in Privatbesitz übergegangen. Soweit mir bekannt ist, hat der Besitzer auch an diesem Baudenkmal Sanierungsarbeiten vorgenommen. Ein weiteres vom Verfall bedrohtes Schloss gibt es in Hainewalde nicht. - Prinzipiell kann ich aber auf ihre Frage antworten, sollten zukünftig weitere Anfragen hinsichtlich der Fördermöglichkeiten denkmalgeschützter Gebäude an mich gerichtet werden, so stehe ich sehr gern mit all meinen Möglichkeiten als Partner zur Verfügung. - Baudenkmäler sind nicht nur Zeitzeugen vergangener architektonischer Meisterleistung, sondern durch sie wird jede Stadt, Gemeinde und Region einzigartig. Mein Wahlkreis und dabei insbesondere die Städte Görlitz und Zittau verfügen im Freistaat Sachsen über die größte Anzahl wertvoller, denkmalgeschützter Gebäude. Ich halte die Erhaltung dieser Kulturdenkmäler nicht nur aus Respekt vor der Leistung unserer Vorfahren für notwendig, sondern auch weil diese architektonischen Kulturgüter ein Garant für Lebensqualität und ein Magnet für Touristen sind. Darüber hinaus halte ich es auch für möglich, dass gut erhaltene Denkmalbauten einen Anreiz für den Zuzug neuer Einwohner bieten. Ich bin mir sicher, dass die Tourismusbranche hier in der Oberlausitz - Niederschlesien von gut sanierten Kulturdenkmälern profitiert und in diesem Dienstleistungsbereich zukünftig viele Arbeitsplätze entstehen. Attraktive historische Innenstädte sind für den Kultur- und Bildungstourismus ein wesentliches Standbein, und deshalb werde ich mich auch zukünftig für die Erhaltung und Sanierung denkmalgeschützter Gebäude stark machen. Sollten Sie dazu weitere Fragen haben und tatsächlich noch ein zweites sanierungsbedürftiges Schloss in Hainewalde kennen, so lassen Sie es mich wissen.

Ihr
Wolfgang Gunkel