Ihr Kollege Dünkel sagt, Werkstattbeschäftigte wollen "keine Inklusionsdebatte". Teilen Sie diese Haltung, dass die UN-Kritik an Sonderstrukturen ignoriert werden kann, weil alle zufrieden sind?
Sehr geehrter Herr Oellers,
Deutschland steht international in der Kritik, weil wir eines der exklusivsten Sondersysteme (Förderschulen/Werkstätten) weltweit haben. Die UN fordert einen Abbau dieser Strukturen (De-Institutionalisierung).
Ihr Parteikollege Norbert Dünkel (CSU Bayern) antwortete mir jedoch kürzlich, dass Werkstattbeschäftigte das System als "Vorteil" sehen und "keine Inklusionsdebatte" wünschen. Er suggeriert eine "Wahlfreiheit", die es angesichts fehlender Barrierefreiheit am ersten Arbeitsmarkt faktisch nicht gibt (Übergangsquote < 1%).
Als behindertenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion frage ich Sie: Ist das die offizielle Linie der Union? Ignorieren Sie die Rüge der UN mit dem Argument, die Betroffenen hätten es sich in der Ausgrenzung "freiwillig" gemütlich eingerichtet, oder haben Sie ein Konzept für echte Inklusion?
Sehr geehrter Herr K.,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich nutze die Plattform "abgeordnetenwatch" nicht, da ich direkte Kommunikation bevorzuge.
Sehr gerne werde ich Ihre Frage beantworten, wenn Sie sich direkt an mich wenden, am besten per Mail unter wilfried.oellers@bundestag.de (oder per Post, Adresse: Wilfried Oellers, Platz der Republik 1, 11011 Berlin).
Ich werde dann – ohne Vermittlung oder Moderation durch Dritte - möglichst schnell auf Ihr Anliegen eingehen.
Mit freundlichen Grüßen
Wilfried Oellers

