Warum planen Sie die steuerfreie Haltefrist für Krypto abzuschaffen, obwohl dies Systemwidrigkeit (vgl. Gold), unbelegte Einnahmeerwartungen und erhebliche haushaltspolitische Verlustrisiken erzeugt?
Sehr geehrte Frau Hubertz,
die SPD-Bundestagsfraktion spricht sich dafür aus, Veräußerungsgewinne aus Kryptowerten künftig der Abgeltungsteuer (25 %) zu unterwerfen und die steuerfreie Haltefrist nach § 23 EStG abzuschaffen. Dies wirft schwerwiegende steuersystematische und haushaltspolitische Bedenken auf:
Systemwidrigkeit: Kryptowerte (wie Bitcoin) sind ökonomisch reine Wirtschaftsgüter ohne laufenden Ertrag – analog zu physischem Gold. Warum soll dieser systematische Gleichklang durchbrochen werden?
Unbelegte Planzahlen & Haushaltsrisiko: Auf welchen konkreten Daten basieren die angenommenen Einnahmeerwartungen des Bundes? Durch die zeitgleiche Einführung der unbegrenzten Verlustverrechnung drohen in Bärenmärkten reale Steuerausfälle statt der erhofften Einnahmen.
Standort: Welches Signal sendet diese effektive Steuererhöhung von 0 % auf 25 % für Langzeitinvestoren an den Finanz- und Innovationsstandort Deutschland?

