Ursula Nonnemacher
DIE GRÜNEN

Frage an Ursula Nonnemacher von Naqernf Xenzryy bezüglich Verkehr

13. Juli 2019 - 10:03

Hallo,
wie sieht Ihre Position zum Ausbau des Nadelöhrs zwischen Steinerner Brücke und Wald aus, der seit der Wende nur einspurig befahren wird. ? Zumindest der Ausbau eines Rad- und Fussgängerweges zur Sicherheit ALLER Verkehrsteilnehmer ist hier eine Mindestanforderung, die aber bis heute nicht umgesetzt wurde. Ein Verweis auf die Zuständigkeit Berlins hilft hier nicht weiter, da auch dies seit Jahren immer wieder zu hören ist. In diesem Zusammenhang würde ich auch gerne Ihre Position zur Bustaktung des 671 (ohne einen Verweis auf den 651) nach Berlin hören, der auch seit Jahren am Wochenende mit einer Taktung von 2 Stunden+ fährt.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort

Frage von Naqernf Xenzryy
Antwort von Ursula Nonnemacher
20. Juli 2019 - 10:56
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche

Sehr geehrter Herr Xenzryy!

Verzeihen Sie bitte erst einmal die verzögerte Beantwortung Ihrer Fragen - ich war wahlkampfbedingt viel unterwegs.
Seit der Wende hat sich an dem beschriebenen Nadelöhr auf Berliner Gebiet im Spandauer Forst nichts geändert. Der etwa 150 Meter lange Engpass zwischen Steinerner Brücke und dem Beginn der gepflasterten breiteren Fahrbahn im Wald sorgt - selbst nach Verbreiterung und Einrichtung von Ausweichstellen - in den Hauptverkehrszeiten für gefährliche Situationen. Der erfreuliche Umstieg von vielen Bürger*innen auf das Fahrrad gefährdet die Radfahrenden durch höheres Verkehrsaufkommen an dieser Stelle zusätzlich.
Der Bezirk Spandau sieht keine Veranlassung, diese Engstelle zu beseitigen. Soweit dies aus der Sorge geschieht, das FFH Gebiet nicht durch eine massive Zunahme des motorisierten Verkehrs zu gefährden, habe ich dafür als Grüne Verständnis. Ich stimme Ihnen aber unbedingt zu, dass zumindest der Ausbau eines Fuss- und Radweges erfolgen muss und will mich gerne dafür einsetzen.
Insgesamt ist die Anbindung des westlichen Umlands an den Berliner Bezirk Spandau alles andere als optimal, auch für den motorisierten Verkehr.Schlechter Zustand der Schönwalder Straße und der Niederneuendorfer Allee auf Spandauer Gebiet, langwieriger Ausbau des Seegefelder Weges und in meinen Augen ein Hauptärgernis: der 4 spurig ausgebaute Brunsbütteler Damm endet im Nirwana! Dazu haben wir aus Falkensee schon diverse Anstrengungen unternommen, sind aber an der Brandenburger Landesregierung gescheitert. An dem zähen Ringen um Verbesserung will ich mich weiterhin beteiligen!

Nach der Ankündigung von Havelbus sollte eine verbesserte Taktung des 671 nach Spandau in diesem Frühjahr erfolgen. Offensichtlich ist das nicht passiert, denn der aktuelle Fahrplan mit 1-Stunden-Takt und ausgedünnter Frequenz am Wochenende besteht weiter.Der vom Landkreis organisierte Busverkehr orientiert sich vornehmlich am Schülerverkehr und wird den Bedürfnissen der sonstigen Bevölkerung nur bedingt gerecht. Der Landrat hat am 11.7. Schönwalde/Glien besucht und mit dem Bürgermeister gesprochen. Ich vermute mal, dass die Bustaktung auch Thema war. Ich werde versuchen, über unsere Gemeindevertreter in Schönwalde und unsere Kreistagsfraktion das Thema weiter bis zur Lösung zu befördern.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Ursula Nonnemacher