Jahrgang
1956
Wohnort
Frankfurt am Main
Berufliche Qualifikation
Diplom-Soziologe
Ausgeübte Tätigkeit
Landtagsabgeordneter
Wahlkreis

Wahlkreis 36: Frankfurt am Main III

Wahlkreisergebnis: 21,2 %

Liste
Landesliste, Platz 19

Eingezogen über die Liste

Parlament
Hessen

Die politischen Ziele von Turgut Yüksel

Seit ich vor 40 Jahren nach Frankfurt gekommen bin, engagiere ich mich für unser Gemeinwesen. Als Ihr Abgeordneter setze ich mich ein für soziale Gerechtigkeit, für den Abbau von Hürden im Bildungssystem und für ein respektvolles Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

In Frankfurt verwirklicht die SPD diese Politik bereits – zum Beispiel mit dem Mietpreisstopp bei städtischen Wohnungen oder der Abschaffung der Kita-Gebühren für Kinder über 3 Jahren. Ich will dafür kämpfen, dass uns dieser Wechsel in der Wohnungs- und Bildungspolitik auch im Land gelingt.

Hessen braucht Bewegung

  • für bezahlbaren Wohnraum! Wir müssen mehr Wohnungen bauen und das Land darf nicht länger Wohnungen privatisieren. Außerdem brauchen wir den Mietpreisstopp bei landeseigenen Wohnungsgesellschaften.

  • für gute Bildung! Wir werden mehr Lehrerinnen und Lehrer einstellen und mehr Geld für die Schulgebäude zur Verfügung stellen. Ein so reiches Land wie Hessen kann sich bröckelnde Schulen nicht leisten.

  • für Einheit in Vielfalt! Rassismus, Antisemitismus und politisch-religiöser Extremismus dürfen in unserer Stadt und in Hessen keinen Platz haben. Die Werte des Grundgesetzes sollten unsere gemeinsame Richtschnur sein.

Über Turgut Yüksel

Im Jahr 1956 kam ich in Pülümür, eine kleinen Stadt im ländlichen Osten der Türkei, zur Welt. Aufgewachsen bin ich jedoch in der Metropole Istanbul. Hier kam ich in meiner Jugend schnell mit politischen Themen in Kontakt. Eine Demokratie, so wie wir sie in Deutschland kennen, gab es damals in der Türkei nicht. Wegen meiner oppositionellen Aktivitäten gegen das türkische Militärregime musste ich als junger Mann meinen Eltern folgen, die bereits vor mir nach Ulm ausgewandert waren.

In Ulm vermisste ich das Leben in der Großstadt, das ich schließlich durch meinen Umzug nach Frankfurt im Jahr 1978 wieder gefunden habe. 1981 trat ich in die SPD ein. Politisch aktiv zu sein, und für seine Überzeugungen einzustehen, bedeutet für mich Verantwortung, über Parteiämter hinaus zu übernehmen. Besonders durch meine Erlebnisse in der Türkei, durch mein Engagement für die einfachen Leute, kam für mich keine andere Partei in Frage als die SPD.

Der von mir 1981 mit gegründete erste Interkulturelle Jugendverein SAZ-Rock e.V. ist ein gutes Beispiel dafür: Menschen verschiedener Kulturen spielen gemeinsam Musik oder Fußball, führen Theaterstücke auf, und feiern gemeinsam Feste der jeweils anderen Kultur. Seit 1996 habe ich den deutschen Pass, weil ich politisch mitentscheiden will, wer unser Land regiert und ich nicht nur die Pflichten, sondern auch die Rechte eines Bundesbürgers beanspruche.

Nach meinem Abschluss als Diplomsoziologe und Volkswirtschaftler an der Frankfurter Goethe-Universität war ich von 1991 bis zu meiner Wahl in den Hessischen Landtag 2008 und nach meinem Ausscheiden 2009 wieder Referent des Frankfurter Jugendringes für interkulturelle Fragen, Beratung von Migrantenvereinen, Projekte, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich dort die Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V., deren Beiratsmitglied ich heute noch bin, mitbegründet und fünf Jahre lang das Projekt „Word up Hip-Hop Contest“ veranstaltet habe. In diesem Zusammenhang konnte ich auch die Parade der Kulturen initiieren; ein Projekt, welches weit über Frankfurts Grenzen hinaus Beachtung gefunden hat.

Von 1992 bis 1996 war ich Mitglied der Kommunalen Ausländervertretung der Stadt Frankfurt. Von 1997 bis 2014 war ich Mitglied der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt und dort migrations- und integrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Man darf Intoleranz nicht mit Toleranz begegnen. Um dieser Ansicht Gehör zu verschaffen und im Interesse aller hier lebenden Menschen eine Grenze zwischen dem Islam und dem Islamismus (Fundamentalismus) zu ziehen, gründete ich eine Initiative von säkularen Bürgerinnen und Bürgern muslimischer Herkunft in Hessen mit. Das Ziel der Initiative ist die strikte Trennung von Religion und Staat, die entschiedene Ablehnung der Politisierung der Religion und der Gewaltanwendung im Namen der Religion sowie die uneingeschränkte Akzeptanz der demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus bin ich seit 2009 Mitglied des Vorstands der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt und war von 2010 bis 2014 Mitglied der Deutschen Islam Konferenz; seit 2012 bin ich attac-Mitglied.

Seit 2014 bin ich wieder Mitglied des Hessischen Landtags und vertrete die SPD-Fraktion aktuell im Kulturpolitischen Ausschuss und im Unterausschuss für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung. Ich bin dabei integrationspolitischer Sprecher meiner Fraktion und Obmann im Unterausschuss.

Neben vielen Freunden, Weggefährten und Sympathisanten unterstützen mich vor allem meine Frau Silke, mit der ich seit 1990 verheiratet bin und unsere beiden Söhne, Sinan und Louis Cem.

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