Zum Strombedarf 2030/35: Wie viel TWh setzen Sie verbindlich an und was für ein angestrebter EE-Anteil in TWh ergibt sich daraus? Planen Sie eine Drosselung des Netzausbaus?
Sehr geehrter Herr Sorge,
Frau Reiche geht von einem Strombedarf von 600TWh 2030/35 aus. Ihre eigens beauftragte Studie zur Ermittlungen des Strombedarfs “Monitoringbericht zum Start der 21. Legislaturperiode” geht von einer Spanne 2030 des Strombedarfs zwischen 600 und 900TWh und 2035 zwischen 650 und 1100TWh aus. Die von Frau Reiche anvisierten 600TWh befinden sich dabei im weit unteren Feld der Einschätzung. Zur konservativen Szenariobetrachtung sollte aber ein möglichst hoher Wert der Einschätzung genutzt werden. Aus dem Strombedarf ergibt sich zudem der angestrebte Anteil EE der 2030 bei 80% liegen soll. Je nachdem welchen Strombedarf man beanschlagt ergibt sich daraus ein anderer Anteil in TWh der EE. Außerdem könnte ein geringere Annahme des Strombedarfs als Argument zur Drosselung des Netzausbaus genutzt werden.
Ich danke Ihnen für Ihre Antwort.
Viele Grüße aus Magdeburg.
Sehr geehrter Herr A.,
danke für Ihre Anfrage.
Die Frage zur Höhe des zukünftigen Strombedarfs und den damit verbundenen Implikationen für den Anteil erneuerbarer Energien sowie den notwendigen Netzausbau fällt primär in die Zuständigkeit des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das von Frau Reiche angesprochene Szenario der Strombedarfsentwicklung sowie die genannte Studie, auf die sich die Annahmen beziehen, werden dort bewertet und eingeordnet.
Mit freundlichen Grüßen

