Portrait von Thorsten Frei
Thorsten Frei
CDU
99 %
499 / 502 Fragen beantwortet
Zum Profil
Frage von Elisabeth V. •

Sollte die dt. Politik - nach dem Beispiel Frankreich (Fremdenlegion) - nicht auch eine demokratische, ergebnisoffene Debatte wenigstens führen,ob die Bundeswehr auch eine Söldner Abteilung bräuchte ?

Portrait von Thorsten Frei
Antwort von CDU

Sehr geehrter Frau V.,

ich habe größtes Vertrauen in die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Bundeswehr - die Idee eines Aufbaus einer Fremdenlegion nach französischem Vorbild sehe ich kritisch, aus mindestens drei guten Gründen:

(1) Herausforderungen bei der Integration: Eine Fremdenlegion zu schaffen, würde intensive Integrationsmaßnahmen erfordern. Das könnte sowohl kulturelle als auch gesellschaftliche Herausforderungen mit sich bringen, da Soldaten aus verschiedenen Ländern unterschiedliche Werte und Erwartungen haben könnten.

(2) Ruf und öffentliche Meinung: Eine deutsche Fremdenlegion könnte in der Bevölkerung unterschiedlich wahrgenommen werden. Während einige sie als Möglichkeit zur Verstärkung der Streitkräfte sehen, könnte sie auch als Mangel an Vertrauen in die regulären Streitkräfte kritisiert werden.

(3) Kosten und Ressourcen: Die Einrichtung und der Unterhalt einer solchen Legion wären mit erheblichen Kosten verbunden. Es müssten nicht nur die militärischen Ausbildungseinrichtungen angepasst werden, sondern auch kulturelle und sprachliche Schulungen, um eine effektive Integration zu gewährleisten. 

Deutschland ist gut beraten, eher auf die Stärkung der Bundeswehr und der bestehenden internationalen Kooperation zu setzen, etwa durch die NATO oder die EU. Es gibt bereits viele internationale Partnerschaften und Zusammenarbeit - gerade auch in militärischen Einsätzen - , die auf freiwilliger Teilnahme beruhen. Eine stärkere internationale Zusammenarbeit könnte auch weniger problematisch und politisch sensibler sein.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

Was möchten Sie wissen von:
Portrait von Thorsten Frei
Thorsten Frei
CDU

Weitere Fragen an Thorsten Frei