Frage an Sybille Benning von Npuvz iba Jvrgrefurvz bezüglich Umwelt

15. November 2018 - 15:56

Guten Tag, Frau Benning
Als Bewohner Ihres Wahlkreises würde mich interessieren, wie sie sich zum massenhaften entsorgen von Lebensmitteln positionieren?
Supermärkte allein in Münster werfen täglich riesige Mengen an Lebensmitteln weg. Containern wird nach allen Regeln der Kunst versucht zu verhindern und zu kriminalisieren. Länder wie Frankreich haben große Supermärkte erfolgreich verpflichtet, Lebensmittel kurz vor Ablauf des MHD zu spenden oder anderweitig zu verwerten. Wollen wir uns diese Verschwendung von Arbeit und Ressourcen leisten? Wann schaffen wir es endlich, dieser riesigen Verschwendung einhalt zu gebieten? Arbeitet ihre Partei dazu konkret an einem Gesetz?

Mit besten Grüßen

Frage von Npuvz iba Jvrgrefurvz
Antwort von Sybille Benning
18. Dezember 2018 - 15:47
Zeit bis zur Antwort: 1 Monat

Sehr geehrter Herr iba Jvrgrefurvz,

vielen Dank für Ihre Nachricht, auf die ich Ihnen hiermit gerne antworte. Mit Ihrer Frage zur Lebensmittelverschwendung in Deutschland stoßen Sie bei mir auf offene Ohren. Als Mitglied des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung ist mir das Thema nachhaltiger Konsum und effektiver und verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen, zu denen auch Lebensmittel gehören, sehr wichtig.

Das Thema hat auch für die Bundesregierung eine große Bedeutung, wie die Initiative „Zu gut für die Tonne“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unter Leitung von Julia Klöckner (CDU) zeigt. Mit dem „Zu gut für die Tonne“-Bundespreis zeichnet das Ministerium seit 2012 herausragende Projekte aus, die zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung beitragen. Damit steigt die Sichtbarkeit, aber auch die Wertschätzung solcher Initiativen – für mich ein ganz wichtiger Punkt. Auf dem Portal www.zugutfuerdietonne.de informiert das Ministerium zudem über die Ursachen und Konsequenzen der Lebensmittelverschwendung; entsprechende Informationsmaterialien für Initiativen, Kommunen, Lehrkräfte und Veranstalter werden zur Verfügung gestellt. Nutzer erfahren darüber auch, was sie persönlich gegen Lebensmittelverschwendung tun können und werden dazu angeregt, ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen. Dasselbe Ziel verfolgen entsprechende Aktionstage.

Der Ansatz des BMELs spiegelt auch die generelle Herangehensweise der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wieder: Aufklärung leisten und Anreize setzen. Die Fraktion unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft derzeit bei der Erstellung eines Eckpunktepapiers zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung.

Mit freundlichen Grüßen
Sybille Benning