Wie vereinbaren Sie den Neutralitätsanspruch der AfD mit der Wertung bestimmter Familienmodelle und wie lässt sich Neutralität definieren?
Sehr geehrter Herr Brandner,
im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt wird von „staatlicher Frühsexualisierung“ gesprochen und zugleich ein traditionelles Familienbild als gesellschaftliche Normalform hervorgehoben. Andere Lebens- und Familienmodelle werden dabei kritisch dargestellt.
Daher möchte ich Sie fragen:
Wie vereinbaren Sie persönlich den Anspruch politischer Neutralität mit der deutlichen Wertung bestimmter Familien- und Lebensformen? Was versteht die AfD
konkret unter „Neutralität“, wenn bestimmte gesellschaftliche Lebensrealitäten ausdrücklich bevorzugt oder abgelehnt werden und in Ihrem Wahlprogramm Formulierungen wie „pervers linke Fanatiker“ verwendet werden? Ist das für Sie eine neutrale Wertung?
Und wie bewerten Sie diese Positionen Ihrer Partei vor dem Hintergrund, dass mit Alice Weidel eine prominente AfD-Politikerin selbst in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebt?
